Cloud Native Computing Foundation startet einen Hub für Kubernetes-Pakete

Mit dem Projekt "Hub" will die Cloud Native Computing Foundation eine zentrale Anlaufstelle für Kubernetes-Pakete und Artefakte bieten.

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Cloud Native Computing Foundation startet ein Hub für Kubernetes-Pakete

(Bild: Travel mania/Shutterstock.com)

Von
  • Björn Bohn

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) hat unter dem Projektnamen Hub eine eigene Sammelstelle für Kubernetes-Pakete vorgestellt. Es liegt noch in einer experimentellen Version vor, der die CNCF noch nicht einmal den Alphastatus verleiht. Sie soll künftig der zentrale Punkt für alle Pakete und Artefakte werden, die CNCF-Projekte dann einsetzen können. Damit will die Stiftung eine Zersplitterung der Community in verschiedene Angebote weiter verhindern, die durch Projekte wie Helm Hub (für Helm Charts) oder das Operator Hub (für Kubernetes Operator) bereits begonnen hat.

Bislang können Entwickler auf rund 1000 Pakete im Hub zugreifen. Eine Unterstützung für Helm Charts ist bereits in Arbeit, weitere Projekte sollen folgen. Ein Beitrag der Mailingliste der CNCF stellt beispielsweise Falco-Konfigurationen, Policies für Open Policy Agent und weitere Angebote in Aussicht. Das Hub strebt zudem eine Aufnahme in die Sandbox der Cloud Native Computing Foundation an, um das Projekt weiter zu fördern.

Die Idee des Projekts entstand wohl während der amerikanischen KubeCon im November 2019. Dan Kohn, Executive Director der CNCF, sprach dort mit Repräsentanten des Operator Framework, KUDO und Helm. Eigentlich wollte die Stiftung das Projekt schon früher öffentlich machen, aber durch die nun aufgrund des Coronavirus verschobene KubeCon EU und die Absage der KubeCon Shanghai lag der Fokus der CNCF jüngst auf anderen Problemen.

Mittlerweile umfasst die Cloud Native Computing Foundation über 400 Mitglieder, wobei 393 als Silbermitglieder gelistet sind. Platin- und Goldstatus haben jeweils 19 Organisationen inne. Das neuste Goldmitglied ist das Unternehmen Splunk, das wohl durch seine Übernahme von Omniton stark beim OpenTelemetry-Projekt der Foundation involviert ist. Eine solche Mitgliedschaft schlägt mit jährlichen Kosten von 100.000 beziehungsweise 120.000 US-Dollar zu Buche, je nachdem ob ein Unternehmen bereits Mitglied der Linux Foundation ist. (bbo)