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Cloud Next: Go soll Sprache Nummer eins fürs Schreiben von Cloud-Apps werden

Google vermisste bislang bei Go eine Standardbibliothek für die Anbindung von Cloud-Diensten. Das Go-Cloud-Projekt soll hier Abhilfe schaffen.

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Google Cloud Next: Go soll Programmiersprache Nummer eins fürs Schreiben von Cloud-Apps werden

Der IT-Konzern Google hat auf seiner Cloud-Next-Konferenz zum Ausdruck gebracht, dass die Programmiersprache Go beim Entwickeln von Cloud-Applikationen das Potenzial hat, zur wichtigsten Sprache zu werden. Auch deswegen hat Google auf der Konferenz mit Go Cloud eine neue Open-Source-Bibliothek und eine Reihe von Tools angekündigt, die die Erstellung von Cloud-Apps mit Go vereinfachen sollen.

Go zählt zu den in der Gunst der Entwickler am schnellsten wachsenden Programmiersprachen, mit schätzungsweise einer Million aktiven Entwicklern weltweit. Google hatte die Sprache 2009 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und sie als Alternative zu C positioniert. 2015 befreite sich das Projekt von den letzten C-Überbleibseln im Code und besitzt seitdem eine komplett in Go geschriebene Toolchain und Laufzeitumgebung. Die Programmiersprache unterstützt Nebenläufigkeit und entstand vor allem mit Blick auf verteilte Cloud- und Serveranwendungen. Zu den Vorzeigeprojekten gehören Kubernetes und Docker, bekannte Anwender sind beispielsweise Capital One, Sixt und Netflix.

Obgleich Go bei Entwicklern beliebt ist, vermisste Google eine Standardbibliothek für die Anbindung von Cloud-Diensten. Entwickler mussten deswegen oft ihre eigenen Bibliotheken schreiben, um die Funktionen jeder Cloud zu nutzen, und das in Zeiten, in denen Unternehmen ihre Workloads problemlos zwischen Clouds verschieben können möchten.

Go Cloud bietet deswegen eine Reihe offener generischer Cloud-APIs für den Zugriff auf Blob Storage, MySQL-Datenbanken und Laufzeitkonfiguration sowie einen HTTP-Server mit integrierter Protokollierung, Ablaufverfolgung und Zustandsprüfung. Im Moment werden Amazon Web Services (AWS) und die eigene Google Cloud Platform (GCP) damit bedient. Geplant ist außerdem, Go Cloud um weitere Funktionen zu ergänzen und weitere Cloud-Anbieter zu unterstützen. Letztere sind zudem eingeladen, ihre eigenen Teil dazu beizutragen.

In den Ausgaben 5 bis 7/2018 von iX findet sich ein dreiteiliges Tutorial, das in die Entwicklung mit Go einführt:

(ane)