Cloud-native: Das API-Gateway Gloo erreicht Version 1.0

Gloo ist ein API-Gateway und Ingress-Controller für Kubernetes und gilt mit der nun vorliegenden Version 1.0 als reif für die Produktion.

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(Bild: Solo.io)

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Das Unternehmen Solo.io hat die erste Hauptversion des API-Gateways Gloo veröffentlicht. Das erstmals im März 2018 vorgestellte Projekt gilt damit als reif für den Einsatz in Produktion. Die Kernaufgaben von Gloo sind die Verbindung, Sicherung und Kontrolle des gesamten Anwendungsverkehrs. Die Open-Source-Variante existiert seit März 2018, eine Enterprise-Version folgte im Dezember. Eine handvoll Firmen, darunter Vonage, Tidepool.org, D-Teck Solutions und ParkMobile haben Gloo wohl bereits im Einsatz.

Gloo ist ein API-Gateway und Ingress-Controller für Kubernetes. Das Projekt setzt auf dem Proxy-Tool Envoy auf und bietet wohl eine mit Kubernetes native Architektur, die auch mit anderen Umgebungen funktioniert. Gloo ist eine Control Plane, die die Konfiguration von Envoy verwalten kann, sodass sich eingehender Datenverkehr gesichert an Anwendungen weiterleiten lässt.

Mit dem Release von Version 1.0 bietet Gloo nun die Möglichkeit, ein TCP-Proxy zusätzlich zu HTTP zu verwenden. Dadurch soll es laut den Entwicklern als zentraler Punkt für einen sicheren Zugriff auf Datenbanken und Caches dienen und über Integrationsmöglichkeiten mit Load Balancer in der Cloud verfügen. Gloo verfügt außerdem über eine eingebaute Web Application Firewall (WAF), sodass Anwender potenziell gefährlichen Traffic bereits herausfiltern können, bevor er in ihrer Produktionsumgebung landet.

Darüber hinaus erweitert Gloo Envoy, um einen Verlust von Daten zu verhindern. Dadurch sollen zu schützende Daten den Gateway nicht verlassen und so etwaige Regularien im Unternehmen erfüllen können. In einem experimentellen Status liegt ein Support für WebAssembly vor, der der Gloo-Community ein Erstellen von Envoy- und Gloo-Erweiterungen in verschiedenen Programmiersprachen ermöglichen soll.

Einen genauen Überblick über die erste Hauptversion bietet ein Blogbeitrag von Solo.io. Wer an der Open-Source-Variante interessiert ist, findet weitere Informationen auf GitHub. (bbo)