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Cloud-native Microservices-Workflow-Engine Zeebe reif für den Produktiveinsatz

Zeebe ist eine offenbar horizontal skalierbare Workflow-Engine, die sich nativ aus der Cloud betreiben lässt, um Microservices zu steuern.

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Der deutsche Softwarehersteller Camunda, bekannt für seine gleichnamige BPM-Software (Business Process Management), hat mitgeteilt, dass Zeebe, ein 2017 vorgestelltes Open-Source-Projekt für die Microservice-Orchestrierung, nun so weit gediehen ist, dass das Unternehmen es für den Einsatz in Produktivszenarien empfiehlt.

Zeebe wird des Weiteren als Workflow-Engine für Cloud-Architekturen beschrieben, die den BPMN-Standard (Business Process Model and Notation) nutzt, um Workflows zu modellieren, grafisch darzustellen und auszuführen. Die Software kann Microservices in verteilten IT-Architekturen steuern und arbeitet dabei mit Komponenten wie Kubernetes, Apache Kafka oder Elasticsearch zusammen. Zeebe benötigt keine eigenständige Datenbank und darf in der Community Edition kostenfrei heruntergeladen und genutzt werden.

Zeebe nutzt sogenanntes Event-Streaming, um die Cloud-basierten Softwarearchitekturen horizontal zu skalieren. Die Workflow-Engine holt die von Cloud-Komponenten erzeugten Ereignisse ab und übergibt die damit verbundenen Aufgaben an einen Microservice. Softwareentwickler sind damit erstmals in der Lage, auf Microservices basierende Workflows für Anwendungen zu entwerfen, auszuführen und zu verwalten, die in der Cloud unbegrenzt skalierbar sein müssen.

Die Workflow-Engine Zeebe steuert Cloud-native Microservices.

(Bild: Camunda)

Außerdem können sie dienstübergreifende Workflows und alle ausgeführten Workflow-Instanzen über mehrere Microservices hinweg überwachen und serviceübergreifende Workflows orchestrieren, damit alle Flows gemäß den geltenden SLAs (Service Level Agreements) abgeschlossen werden und sich Probleme, die manuell behoben werden müssen, schneller entdecken lassen. Ein historisches Audit-Protokoll analysiert später die Workflow-Daten.

Weitere Informationen, auch dazu, wie das Unternehmen "production ready" definiert, finden Interessierte in der Blog-Ankündigung. Abgeschlossen sind die Arbeiten nicht, deswegen spricht man auch noch von einer Version 0.20, nicht einem 1.0-Release. (ane)