Cloud-native: MuleSoft schickt mit Anypoint ein eigenes Service-Mesh ins Rennen

Der mittlerweile zu Salesforce gehörende Plattformanbieter MuleSoft möchte mit Anypoint auch gerne im Service-Mesh-Umfeld mitmischen und setzt dafür auf Istio.

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Cloud-Native: MuleSoft schickt mit Anypoint ein eigenes Service-Mesh ins Reannen

Monika1607, Pixabay

Von
  • Björn Bohn

Das seit März 2018 zu Salesforce gehörende Unternehmen MuleSoft hat mit dem Service-Mesh Anypoint eine eigene Service-Mesh-Variante vorgelegt. Wie der Name bereits erahnen lässt, ist er in die gleichnamige Plattform von Mulesoft integriert, die sich vorrangig um das Management von APIs dreht. Das Service-Mesh nutzt dabei das von Google bekannte Open-Source-Angebot Istio sowie die Service-Proxy Envoy. Dadurch sollen Entwickler auf der Container-Orchestrierung Kubernetes deployte Microservices besser verwalten können.

Mulesoft ist nicht das erste Unternehmen, das ein eigenes Service-Mesh-Angebot ins Rennen schickt. Beispielsweise hat Red Hat kürzlich mit dem OpenShift-Service-Mesh eine eigene Variante, die für den Ingress-Controller Traefik bekannte Firma Containous mit Maesh eine eigene Implementierung vorgestellt. Generell gesprochen soll ein Service-Mesh einige der Herausforderungen von Microservice-Architekturen in den Griff bekommen, beispielsweise die sichere Kommunikation zwischen den Microservices.

Anypoint verfolgt dieselben Ziele in der Plattform von Mulesoft. Entwickler sollen damit Istio und Enovy nutzen können, um beispielsweise eine Mutual-TLS-Authentifizierung (mTLS) umsetzen zu können. Darüber hinaus sollen Anwender wohl Regeln für die Traffic-Kontrolle festlegen und die Performance der Microservices analysieren können.

Das Service-Mesh ist Teil des Oktober-Updates der Anypoint-Plattform. Darin finden sich neben dem neuen Tool auch ein Partner-Manager, mit dem Unternehmen beispielsweise auf Vorlagen für Onboarding-Prozesse für Partnerfirmen zurückgreifen können. Ein Update auf Version 7.4 hat hingegen Anypoint Studio erhalten, die Desktop-Entwicklungsumgebung der Plattform. Sie bietet ein neues APIKit, das wohl mit APIs umgehen kann, die in RAML (RESTful API Modeling Language) oder OAS (OpenAPI Specification) designt sind.

Weitere Informationen zum Service-Mesh bietet die Ankündigung seitens MuleSoft.

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(bbo)