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Code-Analyse: Cppdepend bringt Vorschau der technischen Schulden

Außerdem wechseln die Macher des Analyse-Tools für C++-Sourcecode ab sofort mit einem jährlichen Abonnement auf ein ähnliches Lizenzmodell wie JetBrains.

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Coder Gears haben ein frisches Release ihres Tools zur statischen Analyse von C++-Sourcecode veröffentlicht. Dass auf das 2015 erschienene Cppdepend 6 nun Version 2017.1 folgt, deutet bereits einen Wechsel in der Produktstrategie an. Offensichtlich dient dabei JetBrains als Vorbild. So sind künftig keine Hauptversionen im 18-Monatsrhythmus mehr geplant, sondern drei bis vier Releases pro Jahr.

Cppdepend arbeitet mit Visual Studio 2017 ebenso zusammen wie mit den älteren Varianten ab VS 2010. Bei den technischen Neuerungen ist vor allem eine Analyse der sogenannten Technical Debts (technischen Schulden) zu nennen, die die Personentage widerspiegeln, die zum Fixen eines Issues voraussichtlich benötigt werden. Die "Annual Interest" (jährliche Zinsen) geben an, wie viele Personentage im Jahr verbraucht würden, wenn besagtes Issue offen bliebe. Damit lässt sich der Schweregrad eines Issues messen. Alle Standardregeln von Cppdepend bringen vorgegebene Werte für Technical Debt und Annual Interest mit.

Die Übersicht zeigt die technischen Schulden an.

(Bild: Coder Gears)

Neu ist auch das Konzept der Quality Gates, die sich mit der Regelsprache CQLinq definieren lassen. Entwickler können Grenzwerte festlegen, ab denen ein Build als gescheitert gilt und dabei auch die neuen Parameter verwenden. So legen sie beispielsweise fest, dass ein Build, der mehr als einen Personentag Technical Debt verursacht, eine Warnung ausspuckt und ab drei Personentagen als gescheitert gilt.

Details zu weiteren Neuerungen lassen sich den Release Notes sowie der Übersicht zu Cppdepend 2017.1 entnehmen. Offensichtlich orientieren sich Coder Gears nicht nur bei der Veröffentlichung, sondern auch beim Lizenzmodell an JetBrains und bieten Cppdepend ab sofort im jährlichen Abonnement an, das für einen Entwicklerplatz 600 US-Dollar und für eine Build-Maschine 800 US-Dollar kostet. Für dauerhafte Abonnenten gilt ein Rabatt von 40 Prozent, was der Vergünstigung entspricht, die JetBrains für seine Produkte ab dem dritten Jahr gewährleistet. (rme)