Cognitive Computing: IBM lanciert Programmierwettbewerb zur Watson-Technik

Big Blue wünscht sich im Rahmen der weltweiten Watson Mobile Developer Challenge anspruchsvolle Apps auf Basis der Cognitive-Computing-Technik Watson. Sie sollen die Art und Weise verändern, wie Benutzer auf ihren mobilen Geräten mit Daten interagieren.

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Wie viele andere zuvor geht IBM nun ebenfalls den Weg eines Programmierwettbewerbs, um eine größere Aufmerksamkeit auf seine Cognitive-Computing-Plattform Watson zu ziehen. Die jetzt angekündigte Watson Mobile Developer Challenge ist ein Wettbewerb, bei dem Entwickler aus aller Welt ihre Mobile-Consumer- und Business-Anwendungen auf Basis der Cognitive-Computing-Technik Watson entwickeln können.

Watson hatte Anfang 2011 Berühmtheit erlangt, als das Supercomputersystem als Kandidat an der Quiz-Show Jeopardy! teilnahm und gewann. Ende 2013 stellte IBM das System dann über die Cloud als Entwicklungsplattform bereit. Das Watson zugrunde liegende DeepQA-Projekt wurde entwickelt, um digitale Antworten auf in natürlicher Sprache eingegebene Fragen zu finden. Es versucht zunächst, die Frage zu verstehen, und anhand der Informationen, auf die das System Zugriff hat, mögliche Antworten zu finden. Um die richtige zu bestimmen, prüft das System dann die ihm vorliegenden Hinweise mit verschiedenen Algorithmen, um eine Gewichtung zu genieren, aus der sich dann die wahrscheinlichste Antwort berechnen lässt.

Im Zuge des von der neuen IBM Watson Group initiierten Wettbewerbs will Big Blue Entwickler dazu ermutigen, anspruchsvollere Apps zu schaffen, die die Art und Weise verändern, wie Benutzer mit den Daten auf ihren mobilen Geräten interagieren. Das wird in Gegenposition zu der Art und Weise gesehen, wie Apps heutzutage vorrangig genutzt werden, nämlich zur Kontaktaufnahme, Informationssuche, zum Einkauf oder für Transaktionen.

Ab 31. März 2014 besteht die Möglichkeit, etwaige Prototypen und Apps einzureichen. Ende April werden dann 25 von IBM im Folgenden mit Hilfsmaterialien ausstaffierte Bewerber bestimmt, die untereinander konkurrieren, ehe Mitte Mai fünf Finalisten zu einer Endausscheidung geladen werden. Schließlich werden die drei Gewinner dann Teil des Watson-Ecosystem-Programms und gemeinsam mit IBM-Experten bei Design und Entwicklung für eine kommerzielle App zusammenarbeiten. (ane)