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Compiler: LLVM und Clang in Version 3.8 erschienen

Mit Version 3.8 der Compilerinfrastruktur wird das Autoconf-Build-System offiziell durch CMake ersetzt. Clang bietet experimentellen CUDA-Support und erweitert die Kompatibilität zu OpenMP und OpenCL.

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Compiler: LLVM / Clang in Version 3.8 erschienen

Die Compilerinfrastrutkur LLVM steht nun offiziell in Version 3.8 bereit. Eine einschneidende Änderung ist der endgültige Wechsel vom Autoconf-Build-System zu CMake. Ersteres gilt offiziell als überholt ("deprecated") und soll ab Version 3.9 nicht mehr funktionieren. Für Microsoft-Betriebssysteme ist Windows 7 die Minimalvoraussetzung; Vista und XP werden nicht mehr unterstützt.

Zu den neuen Funktionen gehört der GCC-kompatible TLS-Modus (Thread-Local-Storage), der bei nebenläufigen Programmen jedem Thread eigenen Speicherplatz für die Daten der Thread-spezifischen Variablen zuweist. Das LLVM-Team hat zudem das MSVC-kompatible Exception-Handling komplett überarbeitet und mit neuen Befehlen versehen.

Clang bringt einige Optimierungen hinsichtlich der Parallelprogrammierung: Der Compiler bietet in Version 3.8 vollen Support für OpenMP 3.1 und unterstützt einige OpenMP-4.x-Funktionen. Das Team plant mittelfristig den vollständigen Suport für OpenMP 4.5. Zusätzlich kennt Clang mehr OpenCL-2.0-Elemente. Die neue CUDA-Kompilierung ist noch als experimentell gekennzeichnet.

Hinzu kommen zahlreiche Compiler-Optimierungen und API-Änderungen. Die komplette Liste der Neuerungen steht in den Release Notes zu LLVM und Clang. Beide stehen im Source und für einige Systeme vorkompiliert auf der LLVM-Site zum Herunterladen bereit. (rme)