Container: Kubernetes 1.5 läuft mit Windows Server 2016

Neben dem Support für Windows-Server-Container bringt das Tool zur Container-Orchestrierung StatefulSets für Anwendungen, die beispielsweise persistenten Speicher benötigen oder einen geordneten Aufbau der Bestandteile erfordern.

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Container: Kubernetes 1.5 läuft mit Windows Server 2016

Das Kubernetes-Team hat Version 1.5 des Open-Source-Werkzeugs zum Verwalten von Containerclustern veröffentlicht und hält damit den straffen Dreimonatstakt der Releases in 2016 ein. Mit Kubernetes 1.5 ist es erstmals möglich, Windows-Server-Container einzubinden. Der Master in Form der Kubernetes Control Plane mit dem API-Server, dem Scheduler und dem Controller Manager läuft dabei weiterhin unter Linux.

Minimalvoraussetzung für die Verwendung von Microsofts Betriebssystem sind Windows Server 2016 und Docker 1.12.2-cs2-ws-beta. Jeder Windows-Server-Knoten benötigt zwei virtuelle Netzwerkadapter, von denen einer zur Kommunikation mit dem Bridge-Interface dient. An der Umsetzung des Windows-Server-Support waren maßgeblich Red Hat und Apprenda als Bestandteil der Windows-SIG (Special Interest Group) beteiligt. Offiziell hat der Windows-Support derzeit Alpha-Status.

Eine weitere Neuerung von Kubernetes 1.5 sind die StatefulSets, die zuvor PetSets hießen. Sie ermöglichen die Verwaltung von nicht ganz so zustandslosen containerisierter Anwendungen, die beispielsweise übergreifenden persistenten Storage oder eindeutige Netzwerkkennungen benötigen. Ebenso kommen sie bei Systemen zum Einsatz, die eine feste Reihenfolge einzelner Komponenten beim Deployment oder beim Herunterfahren benötigen. Kubernetes 1.5 stellt bei StatefulSets sicher, dass beim Austausch die alte Komponente vor dem Start der Ersatzkomponente nicht mehr läuft, um Split-Brain-Szenarien zu verhindern.

Die StatefulSets haben offiziell Betastatus. Übrigens spielt auch für Docker das Schlagwort Stateful in dem weitgehend auf Stateless Services ausgelegten Containerumfeld eine wachsende Rolle: Anfang Dezember hat das Unternehmen die File-Sharing-Plattform Infinit übernommen, um persistenten Storage für Legacy-Anwendungen und Stateful Services einzubinden.

Weitere Neuerungen zu Kubernetes 1.5 wie ConfigMaps und DaemonSets finden sich in den Release Notes auf GitHub. Ursprünglich hatte Google Kubernetes ins Leben gerufen. Inzwischen kümmert sich die Cloud Native Computing Foundation um die Entwicklung, die neben Google unter anderem Docker, CoreOS, Mesosphere, IBM, Cisco und Red Hat zu den Platinum Members zählt. (rme)