Container: Mirantis verspricht Weiterentwicklung von Docker Swarm

Nach der Übernahme der Unternehmenssparte von Docker, Inc. kündigt Mirantis nun an, Docker Swarm auch zukünftig weiter zu entwickeln.

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Container: Mirantis verspricht Weiterentwicklung von Docker Swarm

(Bild: Travel mania/Shutterstock.com)

Von
  • Björn Bohn

Der Cloud-Dienstleister Mirantis hat angekündigt, die Container-Orchestrierung Docker Swarm künftig weiter zu entwickeln. Nach Gesprächen mit Kunden, denen nach der Übernahme von Docker im November 2019 zunächst ein zweijähriger Support von Docker Swarm zugesichert war, habe das Unternehmen festgestellt, dass Kunden sich einen Support "ohne impliziertes Enddatum" wünschen. Im Rahmen der KubeCon EU Anfang April will Mirantis gleich zwei neue Features ankündigen: Swarm Jobs und Swarm Volume Support.

Die Ankündigung von Mirantis überrascht insofern, da die Container-Orchestrierung Kubernetes der Alternative von Docker schon länger den Rang abgelaufen hat. Docker, Inc. hatte Kubernetes als Möglichkeit für Kunden bereits Anfang 2018 in die Enterprise-Edition von Docker integriert, hat aber selbst weiterhin an Swarm festgehalten. Da Mirantis auch die Unternehmenskunden von Docker mit übernommen hatte, wird es also aller Wahrscheinlichkeit nach dort noch Swarm-Nutzer geben, die Mirantis nicht vor den Kopf stoßen möchte.

Rick Pugh von Mirantis fasste die Situation im Mirantis-Blog zusammen: "Das Ziel von Mirantis ist es, die Verwendung von Containern auf Unternehmensebene zu vereinfachen und die Freiheit bei der Wahl der Orchestrierung zu gewährleisten. Swarm hat sich bei der Ausführung unternehmenskritischer Container-Workloads in anspruchsvollen Produktionsumgebungen bewährt."

Als nächste Projekte kündigt Mirantis Swarm Jobs und den Swarm Volume Support an. Bei ersterem handelt es sich um einen neuen Service-Modus, mit dem Entwickler "Run-and-Done"-Workloads auf einem Swarm-Cluster ausführen können. Zweiteres umfasst die Bemühungen, eine Cluster-Volume-Unterstützung mit CSI-Plug-ins zu entwickeln. Die Idee wurde erstmals auf der DockerCon 2019 diskutiert und fand Zuspruch von der Community. Weitere Details zu den Neuerungen soll es auf der KubeCon EU gehen.

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(bbo)