Container-Monitoring: Prometheus 2.0 bringt Performance-Verbesserungen

Circa 1,5 Jahre nach der Veröffentlichung von Prometheus 1.0 erscheint jetzt die nächste Hauptversion der Monitoring-Software. Brandheiße Neuerungen gibt es allerdings nicht - im Fokus steht wie so häufig lediglich eine bessere Performance.

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Prometheus 2.0 bringt Performance-Verbesserungen

Prometheus, das Cloud-Monitoring-System, das genau wie Kubernetes ein Projekt der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) ist, liegt jetzt in Version 2.0 vor. Der Sprung zur nächsten Hauptversion geschah nach einer Ankündigung zu Beginn des Jahres, die erklärte, dass Prometheus eine neue Speicherschicht bekommt, um den zunehmend größeren Anforderungen der Container- und Cloud-Welt gerecht zu sein. Mit der Veröffentlichung von Prometheus 2.0 haben die Entwickler genau diese Versprechen augenscheinlich umgesetzt.

Die Änderung der Datenbank von einer Zeitreihendatenbank, die viele Zeitstempelwerte erfasst und speichert, zu einer Erstellung von Daten in einer Zeitbereichdatenbank, führten zu einer um bis zu 40 Prozent reduzierten CPU-Nutzung im Vergleich zu Prometheus 1.8. Auch die Festplattennutzung hat sich offenbar drastisch reduziert – beinahe um die Hälfte.

Abgesehen von der verbesserten Performance gibt es noch eine weitere Änderung, die sich Entwickler lange gewünscht haben: Der Umgang mit Staleness hat sich geändert. Bisher hat Prometheus mit einer Fünf-Minuten-Staleness agiert, also Datenpunkte, die seit fünf Minuten keine Aktualisierung erhalten haben, als abgelaufen betrachtet – man wusste daher nicht, ob der Datenpunkt veraltet ist oder lediglich konstant. Mit Version 2.0 verfolgt Prometheus ebenfalls verschwindende Ziele, was Abfrageartefakte verhindert und Warnmechanismen schneller reagieren lässt.

Eine detaillierte Liste der Änderungen und gleichzeitig eine Hilfe für die Migration zu Prometheus 2.0 finden sich im offiziellen Migration-Beitrag. (bbo)