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Container-Orchestrierung: Kubernetes 1.17 setzt auf Stabilität

Das vierte und letzte Kubernetes-Release des Jahres bietet insgesamt 22 Erweiterungen, von denen 14 nun als stabil gelten.

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(Bild: dpa, Christian Charisius)

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Die Container-Orchestrierung Kubernetes liegt nun in Version 1.17 vor. Im neuen Release finden Entwickler insgesamt 22 Änderungen, 14 davon haben nun einen stabilen beziehungsweise produktionsreifen Status erreicht. Vier weitere liegen in einer Beta-Version vor, während die restlichen vier gerade das Alphastadium ihrer Entwicklung beginnen.

Nennenswert sind vor allem die Stabilität der Cloud Provider Labels, die sich bereits seit Version 1.2 in der Betaphase befanden. Auf den Betastatus hingegen schaffen es die Features Volume Snapshots und die CSI-Migration, die seit Kubernetes 1.13 respektive 1.14 ihre Alphaphase begangen.

Die Cloud Provider Labels liegen nun in einer stabilen Version vor, sie sind aber bereits seit einiger Zeit ein wichtiger Bestandteil der Container-Orchestrierung. Wenn Entwickler Nodes oder Volumes in Kubernetes erstellen, erhalten diese automatisch ein Set an Standardlabels auf Basis des zugrundeliegenden Cloud-Providers des Kubernetes-Clusters. Kubernetes-Komponenten nutzen die Label wiederum, um einige Features bereitzustellen. Zum Beispiel nutzt ein Scheduler sie, um sicherzustellen, dass Pods in derselben Cloud-Region wie das mit ihnen verbundene Volume liegen.

Kubernetes-Komponenten haben ein Update erhalten, sodass sie jetzt sowohl Beta-Labels als auch die allgemein verfügbare Version erkennen. Wer Labels beispielsweise in Pod-Spezifikationen nutzt, sollte zusätzlich einen Blick in die Dokumentation werfen.

In einem Blogbeitrag geht das Kubernetes-Team auf die Hintergründe der Volume Snapshots ein. Demnach bieten viele Storage-Systeme bereits die Möglichkeit, einen sogenannten Snapshot eines persistenten Speichers anzufertigen, also eine Kopie zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dieses Feature bietet laut den Entwicklern auch für Kubernetes einige wichtige Vorteile, weshalb man sich dafür entschieden hat, es standardmäßig über die Kubernetes API zur Verfügung zu stellen. Durch den Umzug zur Betaversion ist das Feature jetzt standardmäßig aktiviert und die API wurde noch einmal überarbeitet.

Das Kubernetes-Plug-in für eine Migration zum Container Storage Interface (CSI) liegt nun in einer Betaversion vor. Vor dem CSI stellte Kubernetes ein Volume-Plug-in-System zur Verfügung. Sie waren "in-tree", ihr Code also Teil des Kubernetes-Codes. Anbieter, die Kubernetes mit Unterstützung für ihr Speichersystem ausstatten wollten, waren gezwungen, sich an den Kubernetes Release-Prozess anzupassen. Darüber hinaus verursachte der Speichercode von Drittanbietern Zuverlässigkeits- und Sicherheitsprobleme in den wichtigsten Kubernetes-Binärdateien, und der Code war für die Kubernetes-Betreuer oft schwierig zu testen und zu warten. CSI soll diese Probleme lösen.

Einen vollständigen Überblick über die Neuerungen bietet ein Blogbeitrag zum Release. (bbo)