Containerisierung: Konvoy 1.3 segelt abgeschirmt von der Außenwelt

Die verwaltete Kubernetes-Plattform von D2IQ lässt sich im Air-Gap-Modus betreiben und nutzt GPUs.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Von

Das ehemals als Mesosphere bekannte Unternehmen D2iQ hat Konvoy 1.3 angekündigt. Die verwaltete Kubernetes-Plattform führt im aktuellen Release die Option einer Air-Gap-Installation an, um Konvoy isoliert vom öffentlichen Netzwerk zu installieren. Außerdem lassen sich bestimmte Workloads für den Einsatz auf GPUs zuordnen. Darüber hinaus bringt die Plattform eine bessere Anbindung an Microsoft Azure und die Google Cloud mit.

Air Gap ist die Bezeichnung für die physische Trennung von zwei Netzwerken – durch einen Luftzwischenraum, also ohne direkte Anbindung. Konvoy bietet neuerdings ein Air-Gap-Setting, in dem es abgeschirmt ohne Anbindung an ein öffentliches Netzwerk läuft.

Für den Einsatz in der Public Cloud hat D2iQ die Anbindung an Microsoft Azure und Google Cloud erweitert. Ein Azure-Cluster lässt sich nun direkt über den Befehl konvoy up einrichten. Das direkte Bereitstellen von Konvoy-Clustern in der Google Cloud erfordert im aktuellen Release noch eine Teilnahme am Betaprogramm von Konvoy.

Konvoy 1.3 bringt erstmals eine direkte Anbindung für GPUs mit, um passende Workloads wie Machine-Learning-Anwendungen zu beschleunigen. Derzeit lassen sich GPUs für bestimmte Knoten manuell bestimmten Workloads zuordnen. Mittelfristig will D2iQ Operatoren bereitstellen, die GPUs passend zu speziellen Workloads einrichten können.

Eine weitere Neuerung ist eine Preview von Änderungen der Infrastruktur, die unangenehme Überraschungen im Livebetrieb vermeiden soll, indem sie im Vorfeld anzeigt, welche Auswirkungen die Änderungen haben werden.

Weitere Änderungen wie die erweiterte Einbindung von Zertifikaten lassen sich dem D2iQ-Blog entnehmen. D2iQ hatte die kommerzielle verwaltete Kubernetes-Plattform Konvoy erstmals im Zuge der Namensänderung des Unternehmens im August 2019 vorgestellt. Version 1.13 setzt standardmäßig auf Kubernetes 1.16. (rme)