Containerisierung: OCI veröffentlicht Version 1.0 der Container-Standards

Die unter dem Dach der Linux Foundation beheimatete Open Container Initiative hat mit der Version 1.0 der Standards für die Runtime Specification und Image Specification einen wichtigen Meilenstein erreicht.

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Container: OCI veröffentlicht Version 1.0 des Standards

Die Open Container Initiative (OCI) hat offiziell die Fertigstellung von OCI v1.0 verkündet. Damit erreichen die von der Organisation erarbeiteten Standards für die Runtime Specification und die Image Format Specification jeweils einen wichtigen Meilenstein. Ersterer legt fest, wie Dateien, die in einem sogenannten Filesystem Bundle zusammengefasst sind, lokal gespeichert werden, damit eine passende Laufzeitumgebung sie verarbeiten kann.

Die Definition der Image Format Specification hatte die Organisation im Frühjahr 2016 in Angriff genommen und war damit auch der Kritik begegnet, dass sie sich vorrangig um Laufzeitaspekte kümmere und dabei die Image-Formate vernachlässige. Die Spezifikation entstand auf der Grundlage des Docker-v2.2-Image-Formats. Docker stellt quasi den De-facto-Standard, aber andere Projekte wie rkt von CoreOS tragen nützliche Ergänzungen bei.

Ein Blogbeitrag nennt OCI 1.0 "ein Set einheitlicher, minimaler, offener Standards und Spezifikationen für Container-Technologien". Ziel sei eine bessere Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Systemen. Zu den Mitgliedern der Open Container Initiative, die unter dem Dach der Linux Foundation steht, gehören zahlreiche wichtige Unternehmen, die direkt oder indirekt mit Containerisierung arbeiten, darunter Docker, CoreOS, Mesosphere, Amazon Web Services, Microsoft, IBM, Google und Red Hat. Das erklärte gemeinsame Ziel ist eine Fragmentierung des Containermarkts zu verhindern.

Als nächsten Schritt plant die OCI ein Zertifikationsprogramm, das sicherstellen soll, dass unterschiedliche Implementierungen den Spezifikationen entsprechen. (rme)