Containerisierung: Red Hat kauft CoreOS

Mit der Übernahme des Container-Spezialisten möchte Red Hat das Engagement im Bereich Kubernetes steigern. Die Transaktion in Höhe von 250 Millionen US-Dollar soll noch im Januar erfolgen.

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Containerisierung: Red Hat kauft CoreOS

Das auf Open-Source-Software ausgerichtete Unternehmen Red Hat hat angekündigt, den Container-Spezialisten CoreOS für einen Preis von 250 Millionen US-Dollar zu kaufen. Erklärtes Ziel der Übernahme ist die Stärkung im Bereich Kubernetes. Beide Unternehmen haben einige Projekte rund um die Orchestrierungsplattform für Container, die sich inzwischen als De-facto-Standard etabliert hat. Das 2013 gegründete Unternehmen CoreOS ist zudem für die Docker-Alternative rkt bekannt, die inzwischen wie Kubernetes unter dem Dach der Cloud Native Computing Foundation entwickelt wird.

Red Hat hatte im Oktober mit CRI-O eine "schlanke" Laufzeitumgebung für Kubernetes veröffentlicht. Im vergangenen Frühjahr hatte CoreOS die Kubernetes-Distribution Tectonic erweitert und für den Einsatz auf OpenStack und Microsoft Azure erweitert. Tectonic ist für den portablen Einsatz zwischen privaten und öffentlichen Cloud-Plattformen ausgelegt. Daneben hat CoreOS mit Quay eine Container-Registry im Portfolio, die auf Großunternehmen ausgelegt ist.

Laut der Ankündigung soll die Übernahme noch im Januar 2018 stattfinden. Der Zusammenschluss ist durchaus nachvollziehbar, da sich das Portfolio der beiden Unternehmen im Container-Umfeld ergänzt und wenige Überschneidungen hat. Gerade Kubernetes gewinnt in jüngster Zeit an Bedeutung. Auch von der Unternehmenskultur sollten Red Hat und CoreOS gut zusammenpassen, da beide Firmen Enterprise-Produkte auf Basis von Open-Source-Software anbieten.

Siehe dazu auf heise Developer:

(rme)