Continuous Delivery: Wind River bringt CD für Embedded-Systeme an der Edge

Der auf Software und Betriebssysteme für den Embedded-Bereich spezialisierte Anbieter will Continuous Delivery auch Anwendern von Wind River Linux eröffnen.

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(Bild: Shutterstock)

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Wind River kündigt ein neues Continuous-Integration- und Continuous-Delivery-Modell (CI/CD) für Anwender von Wind River Linux an. Anders als bei den typischerweise jährlichen Updates der LTS-Releases soll der neue CI/CD-Prozess Kunden bereits im Rhythmus von wenigen Wochen neue Versionen des auf Embedded-Systeme an der Edge und im IoT zugeschnittenen Linux bieten. Wind River will damit die in vielen Unternehmen bereits etablierten DevOps-Prozesse nun auch stärker im Embedded-Bereich vorantreiben.

Die von Wind River bereits intern eingesetzte CD-Plattform setzt auf der Open-Source-Version von Jenkins auf und bietet dadurch auch Anbindung an die Container-Orchestrierung mit Kubernetes sowie an das IT-Automatisierungs-Framework Puppet. Anknüpfend an die damit gesammelten Erfahrungen verspricht Wind River seinen Kunden eine hohe Qualität der kontinuierlichen Updates für das Embedded-Linux-System – einschließlich der Zertifizierung nach ISO 9001:2015. "Wind River testet und validiert täglich eine Vielzahl von branchenübergreifend relevanten Anwendungsfällen, wobei jede Nacht Tausende von Testfällen durchgeführt werden", erklärt der verantwortliche Vice President Michel Genard.

Um Kunden darüber hinaus generell einen vertrauensvollen Einsatz von Open-Source-Software gewährleisten zu können, erfüllt das Unternehmen die Compliance-Anforderungen gemäß der OpenChain-Zertifizierung für Open-Source-Lizenzen auch für das Continuous-Delivery-Modell zu Wind River Linux. Anwender in besonders kritischen Bereichen wie der etwa der Medizintechnik, die bisher aufgrund besonders strenger Zertifizierungsrestriktionen auf eine fixe Version des Linux-Kernel vertraut haben, sollen auch weiterhin vorzugsweise die LTS-Releases von Wind River Linux als Basis für ihre Embedded-Anwendungen einsetzen.

Allen anderen Nutzern, auch in geschäftskritischen Anwendungsbereichen, soll die neue CD-Plattform containerbasierte Deployments für Embedded-Applikationen in Edge-Systemen deutlich vereinfachen. Im Unterschied zu etablierten CI/CD-Frameworks sei die Wind-River-Variante speziell auf die Anforderungen von Edge-Geräten mit ihren überdurchschnittlich langen Lebenszyklen und der Beschränkung auf möglichst kompakte Softwarepakete zugeschnitten. Neben der grundlegenden Unterstützung für Kubernetes, Docker & Co. ist die CD-Plattform auf getrennte asynchrone Updates von Containern und dem darunterliegenden Betriebssystem ausgelegt. Dadurch können Anwender auch verschiedene Applikationen, die jeweils in eigenen Containern auf Wind River Linux laufen, unabhängig vom Update oder eines Neustarts des Host-OS aktualisieren.

Für die Arbeit an Embedded-Linux-Anwendungen stellt Wind River Entwicklern zudem angepasste Tools zur Verfügung. Neben der auf der Eclipse IDE basierenden Wind River Workbench for Linux LTS zählt dazu auch der Percepio Tracealyzer – ein Werkzeug für die Visualisierung von Traces bei der Suche nach Anomalien bei der Programmausführung.

Weitere Details zur neuen CD-Plattform von Wind River finden sich in der Ankündigung des Unternehmens. Das Wind River Linux steht unter der GNU General Public License Version 2 im GitHub-Repository frei zur Verfügung. (map)