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Continuous Integration: Oracle übernimmt CI/CD-Plattform Wercker

Das niederländische Start-up bietet eine Docker-basierte Continuous-Delivery-Plattform. Oracle baut damit sein Portfolio der auf Softwareentwickler ausgerichteten Dienste weiter aus und plant offensichtlich eine umfassende Cloud-Plattform.

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In einer offiziellen Mitteilung hat Oracle angekündigt, Wercker zu übernehmen. Das niederländische Unternehmen bietet eine SaaS-Plattform (Software as a Service) für Continuous Delivery an, die auf Docker basiert. Pipelines lassen sich über ein Web-Interface definieren, um die Builds, Tests und das Deployment zu automatisieren. Außerdem können Entwickler über ein quelloffen verfügbares CLI (Command-line Interface) Pipelines lokal erstellen und Container auf verschiedene Cloud-Plattformen wie AWS (Amazon Web Services) oder Heroku deployen. Eine spezielle API ermöglicht das Anstoßen von Builds und den Zugriff auf Statusinformationen.

Die Plattform hat direkte Schnittstellen zu GitHub und Bitbucket. Sie bietet eine native Kubernetes-Integration und ist speziell für die Entwicklung von Microservices ausgelegt. Wercker bietet eine kostenfreie Community Edition, die auf zwei gleichzeitige Jobs begrenzt ist an. Virtual Private Pipelines kosten ab 350 US-Dollar monatlich und enthalten isolierte Pipelines.

Oracle will laut der FAQ zur Übernahme zunächst nichts an der Struktur von Wercker ändern, sondern die Plattform lediglich in die eigenen Dienste integrieren und außerdem verstärkt in die Weiterentwicklung investieren. Motivation für die Übernahme war wohl die Ausrichtung auf Docker, wodurch sich Wercker von ähnlichen SaaS-Angeboten wie Codeship und Shippable unterscheidet. Die Übernahme passt zu Oracles Strategie, die Cloud-Angebote für Entwickler zu erweitern. So hatte das Unternehmen im Februar die Übernahme von Apiary abgeschlossen. Laut der FAQ baut Oracle an einer IaaS- (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service) als Grundlage "für eine neue Generation des Cloud Computing". (rme)