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Continuous Integration: Special Interest Groups für Jenkins

Das Konzept der Jenkins SIGs orientiert sich an denen von Kubernetes. Derzeit gibt es eine für Cloud Native und eine für Plattformunterstützung.

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Continuous Integration: Jenkins-Entwickler stellen SIGs vor

Um die Weiterentwicklung des Continuous-Integration-Servers (CI) Jenkins durch die Community zu verbessern, gibt es neuerdings Special Interest Groups (SIG), die sich speziellen Themenbereichen annehmen. Ein Blogbeitrag auf jenkins.io erklärt nun die Hintergründe und die ersten beiden Gruppen sowie konkrete Ziele der Cloud Native SIG.

Das Konzept ist an das der Kubernetes-SIG-Modell angelehnt und soll spezielle Themen dezidierten Teams zuweisen. Im Gegensatz zur Fülle der Projekte innerhalb des Systems zur Containerorchestrierung wirkt die Jenkins-SIG-Seite mit derzeit zwei Gruppen noch bescheiden. Neben der Cloud Native SIG existiert die Platform SIG, die sich plattformspezifischen Themen wie einzelnen Betriebssystemen, den Java-Varianten, Docker und Web-Containern annimmt.

Der Bereich Cloud Native zieht sich insgesamt durch die jüngere Jenkins-Entwicklung. Unter anderem startete im Frühjahr mit Jenkins X ein Projekt, das den Prozess der Containerisierung und der Verteilung über Kubernetes automatisiert. Der Einsatz der regulären Jenkins-Software in der Cloud ist jedoch mit einigen Hindernissen verbunden, denen sich die Cloud Native SIG widmet.

Da Jenkins quasi alles von den Artefakten bis zur Konfiguration im Dateisystem speichert, ist es für einen reibungslosen, performanten Ablauf auf Cloud-Plattformen nicht sonderlich gut geeignet. Dank des Plug-in-Systems existieren zwar bereits Erweiterungen, die eine Anpassung des CI-Server ermöglichen, was jedoch umständlich ist. Der Blogbeitrag nennt das Vorgehen einen "Usability-Albtraum".

Die Cloud Native SIG widmet sich daher unter anderem dem besseren Speichern von Artefakten, um Speichersysteme wie AWS S3 effizient zu nutzen. Ebenso will die Arbeitsgruppe das Speichern von Log-Dateien verbessern und das Verwalten der Konfiguration optimieren, die derzeit laut dem Blogbeitrag in 95 Prozent aller Fälle über XML-Dateien erfolgt. Schließlich will die SIG die Replikation von Jenkins-Services ermöglichen.

Wer sich aktiv in der Special Interest Group engagieren möchte, kann die Mailing-Liste abonnieren, dem Gitter-Channel beitreten oder an öffentlichen Treffen der SIG teilnehmen. (rme)