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Cross-Platform-Entwicklung: NativeScript bekommt einen Sidekick

Mit einer Kombination aus einer Desktopanwendung und Cloud-Diensten will Progress Entwicklern lästige Routineaufgaben abnehmen. NativeScript Sidekick bietet Vorlagen und die Möglichkeit, Anwendungen in der Cloud zu erstellen.

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Progress hat eine Ergänzung zu NativeScript, dem Framework zur Cross-Platform-Entwicklung mit JavaScript und ähnlichen Skriptsprachen veröffentlicht. NativeScript Sidekick ist nach einer einjährigen Entstehungsphase nun in Version 1.0 erschienen und kombiniert eine Desktopanwendung mit Cloud-Diensten. Der "Handlanger", wie sich "Sidekick" passend übersetzen lässt, soll dem Entwickler lästige Arbeiten wie das Erstellen des ersten Gerüsts für die App, das Durchführen von Builds oder die Verwaltung der Plug-ins abnehmen. Wie der Name vermuten lässt, arbeitet Sidekick nur im Zusammenspiel mit NativeScript.

Die Desktopanwendung sitzt oberhalb der NativeScript-CLI, also dem Befehlsfenster zum Steuern des Frameworks. Sie bietet unter anderem einen Assistenten mit einer Reihe von Vorlagen, die Entwickler als Grundlage für ihre App verwenden können. Dabei können sie nicht nur zwischen unterschiedlichen Arten von Anwendungen und passenden Navigations-Optionen wählen, sondern auch entscheiden, ob das Gerüst aus JavaScript-, TypeScript- oder Angular-Code besteht.

Gleichzeitig lassen sich die CLI-Befehle über das grafische Benutzerinterface ausführen. Dazu gehört auch die LiveSync-Funktion, mit der NativeScript alle Änderungen beim Speichern direkt an das gewählte Endgerät weitergibt. Entwickler können den Build-Prozess wahlweise lokal ausführen oder den Progress-Cloud-Dienst verwenden, um beispielsweise iOS-Anwendungen ohne einen lokalen Mac zu bauen. Auch die kostenfreie Version enthält eine beschränkte Zahl monatlicher Cloud-Builds.

Sidekick hat Vorlagen für unterschiedliche Anwendungstypen an Bord.

(Bild: Progress)

NativeScript Sidekick integriert eine Funktion zum Debuggen der Anwendungen wahlweise auf physischen Endgeräten oder im iOS-Simulator beziehungsweise Android-Emulator. Entwickler wählen vor dem Start des Debuggers in der Oberfläche die Zielplattform, worauf das Tool die passende Ansicht in der gewählten Entwicklungsumgebung und optional dem passenden Emulator startet.

Schließlich können Entwickler die NativeScript-Plug-ins in Sidekick verwalten und so unter anderem erkennen, welche Erweiterungen veraltet sind. Eine Suche in den Dependencies hilft beim Erkennen von Abhängigkeiten.

NativeScript setzt zum Erstellen von Cross-Platform-Anwendungen für iOS und Android auf eine Kombination aus plattformunabhängiger Anwendungslogik auf der einen und nativen Steuerelementen auf der anderen Seite. Als Programmiersprachen lassen sich JavaScript, TypeScript und Angular verwenden. Das Framework ist als Open-Source-Software auf GitHub verfügbar und stammt vom Entwicklungstoolhersteller Telerik, den Progress 2014 übernommen hat.

Weitere Details zum Release von Sidekick 1.0 lassen sich dem Blogbeitrag und der Projektseite entnehmen. Das Tool ist in der Basisausführung kostenlos und erlaubt in der kostenfreien Version bis zu 100 Cloud Builds im Monat. Daneben gibt es Pro-, Business- und Enterprise-Varianten, die ab 19 US-Dollar monatlich pro Nutzer kosten. Details zu den einzelnen Preisen und der jeweiligen Ausstattung lassen sich der Preisübersicht entnehmen. (rme)