Cross-Platform-Entwicklung: Neues Xojo-Release optimiert 64-Bit-Support

Unter anderem funktioniert auch XojoScript nun mit 64 Bit. Unter Linux setzt die Kombination aus Programmiersprache und Entwicklungsumgebung neuerdings auf GTK3 und bietet HiDPI.

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Cross-Platform: Das zweite Xojo-Release optimiert 64-bit-Support
Von
  • Rainald Menge-Sonnentag

Die Macher der plattformübergreifenden Programmiersprache mit zugehöriger Entwicklungsumgebung Xojo haben das zweite Release des Jahres als 2017r2 veröffentlicht. Im Fokus stand diesmal vor allem die Verbesserung der 64-Bit-Funktionen. So ist nun erstmals die Verwendung von XojoScript mit 64 Bit vorgesehen. Die Skriptsprache ermöglicht das dynamische Ausführen von Code aus einer laufenden Anwendung heraus. Darüber hinaus soll das 64-Bit-String-Handling schneller und konsistenter sein als beim Vorgänger. Unter Windows haben die Macher die Zuordnung der Icons und Versionsinformationen für 64-Bit Executables korrigiert.

Unter Linux setzt Xojo nun auf GTK+ 3. Bisher war auf Linux GTK+ 2 die Basis, das aber seit geraumer Zeit als überholt ("deprecated") gilt. Endanwender mussten daher für Xojo-Anwendungen bisher manuell das veraltete GUI-Toolkit nachinstallieren. Mit dem Wechsel ändern sich die Minimalanforderungen an die Linux- und GTK-Versionen: Während der Vorgänger unter anderem mit Ubuntu 10.04 und CentOS 6.0 mit GTK+ 2.20 und libwebkitgtk 1.0.0 zusammenarbeitete, benötigt das 2017r2-Release mindestens Ubuntu 12.04 beziehungsweise CentOS 7.0 mit GTK+ 3.4.1 und libwebkitgtk 3.0.0. Dank des Wechsels bietet Xojo nun auch unter Linux Support für HiDPI.

Weitere Neuerungen wie den Support für den iOS Launch Screen lassen sich den Release Notes entnehmen, laut der die aktuelle Version insgesamt 250 Änderungen enthält. Xojo baut auf BASIC auf und hieß ursprünglich REALbasic beziehungsweise Real Studio. Es erinnert in seinen Grundzügen an Visual Basic und lässt sich für die plattformübergreifende Entwicklung für Windows, Linux, macOS, iOS, Raspberry Pi und Web-Anwendungen einsetzen. Xojo kostet ab 300 US-Dollar jährlich für Desktop- und Raspi-Anwendungen und ab 699 Euro pro Jahr für den plattformübergreifenden Einsatz. Abgespeckte Versionen für iOS- und Web-Entwicklung sind ebenfalls für jeweils 300 US-Dollar jährlich verfügbar, für einzelne Desktop-Betriebssysteme kostet Xojo 100 US-Dollar. (rme)