Cross-Plattform-Entwicklung: NativeScript 6.0 unterstützt webpack und AndroidX

Das Cross-Plattform-Framework setzt nun standardmäßig auf den Module-Bundler webpack und AndroidX, den Nachfolger der Android Support Library.

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Von
  • Alexander Neumann

Zwei Änderungen stehen bei der nun freigegeben Version 6.0 des Cross-Plattform-Frameworks NativeScript im Vordergrund: Sie nutzt nun einerseits den Module-Bundler webpack und andererseits AndroidX, den Nachfolger der Android Support Library. Damit ist auch das sogenannte Hot Module Replacement, also das Ersetzen von Modulen in einer Applikation während der Laufzeit, standardmäßig aktiviert.

Ganz neu sind die beiden Features nicht: Hot Module Replacement hatte es mit Beta-Qualität bereits in die letzte Hauptversion im November 2018 geschafft. Und der Umstieg auf AndroidX ist seit April 2019 bekannt. Seitdem stehen bereits Packages bereit, die Entwicklern den Umstieg vereinfachen sollen. So bringt die Version 6.0 für die Entwickler des Cross-Plattform-Frameworks wohl die Arbeiten der letzten anderthalb Jahre zum Abschluss.

Weitere Neuerungen sind die offenbar schnellere Bereitstellung von Patches mit dem NativeScript-AppSync-Service, der derzeit allerdings noch den Status einer Beta hat, und dass das NativeScript Core Theme nun sofort nach dem Auspacken für alle NativeScript-Komponenten funktioniert. Es soll durch die Bereitstellung einer gemeinsamen UI-Infrastruktur für den Aufbau einer konsistenten und gut aussehenden Benutzeroberfläche sorgen.

Eine komplett überarbeitete TabView ermöglicht wohl gängige Szenarien ohne spezielle Anpassungen. Jede Komponente der TabView ist nun gestaltbar, und Schriftartensymbole werden ebenfalls unterstützt. Zudem kann man wohl problemlos mehrere TabView-Komponenten einsetzen, die verschachtelt sind. Die Arbeiten an der TabView scheinen wohl nicht zu Inkompatibilitäten geführt zu haben.

NativeScript unterstützt außerdem das aktuelle Angular 8 samt Ivy-Compiler, die offenbar kompaktere Anwendungen und eine bessere Laufzeitperformance ermöglicht. Weitere Änderungen beschreibt die Blog-Ankündigung.

NativeScript setzt zum Erstellen von Cross-Platform-Anwendungen für iOS und Android auf eine Kombination aus plattformunabhängiger Anwendungslogik auf der einen und nativen Steuerelementen auf der anderen Seite. Als Programmiersprachen lassen sich JavaScript, TypeScript und Angular verwenden. Das Framework ist als Open-Source-Software auf GitHub verfügbar und stammt vom Entwicklungstoolhersteller Telerik, den Progress 2014 übernommen hat. (ane)