Cross-Plattform-Entwicklung: Roadmap für Qt 6 sieht Release im Dezember vor

Auf der Mailing-Liste der Qt-Entwickler findet sich eine erste Zeitplanung. Außerdem steht ein Tool als Hilfe beim Portieren von Qt5.x zu Qt 6 zur Debatte.

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(Bild: zeevveez CC-BY 2.0 (bearbeitet))

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Nachdem die Qt Company Mitte April die offiziellen Pläne für Qt 6 vorgestellt hat, findet sich nun ein erster Entwurf der Roadmap in der Mailing-Liste. Vor dem für Dezember vorgesehenen endgültigen Release stehen im Herbst die Alpha- und Betaphase an.

Der Vorschlag von Jani Heikkinen stellt konkret folgenden Fahrplan in den Raum:

  • 30.6.: Structure and Platform Freeze
  • 31.8.: Qt 6.0 Feature Freeze
  • 14.9.: Start der Alphaphase
  • 1.10.: Start der Betaphase
  • 17.11.: Erster Release Candidate
  • 1.12.: Veröffentlichung der endgültigen Variante von Qt 6.0.0.

Der erste Punkt ergänzt das übliche Vorgehen bei den Qt-Releases. Bis dahin sollen die CMake-basierten Builds für Qt 6 bereitstehen und alle größere Änderungen an der Architektur umgesetzt sein.

Bereits eine Woche zuvor tauchte auf der Mailing-Liste eher nebenbei der Vorschlag auf, Clang-basierte Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die Entwicklern beim Portieren ihres Qt-5-Codes nach Qt 6 helfen soll. Als Möglichkeit stellt der Beitrag, der im Kern das Entfernen von QList in der kommenden Hauptversion vorschlägt, entweder automatische Korrekturen am Quellcode oder zumindest das Einfügen von Kommentaren an potenziellen Problempunkten vor.

Zu den von der KDE-Community an die Öffentlichkeit gebrachten Überlegungen der Qt-Company, künftige Qt-Versionen bis zu 12 Monate kommerziellen Anwendern vorzubehalten, bevor die Open-Source-Community Zugriff darauf erhält, finden sich derweil noch keine weiteren Pläne. Offiziell ist bisher lediglich, dass die Qt Company künftig LTS-Releases (Long-term Support) nur für zahlende Kunden bereitstellen wird. (rme)