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Database.com: "Database as a Service" von Salesforce

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Salesforce.com hat auf seiner Hauskonferenz Dreamforce in San Francisco mit Database.com eine Datenbank in der Cloud angekündigt. Marc Benioff, Chef des Unternehmens, zog dafür sogleich den Begriff Database as a Service (DaaS) heran. Unter der eingängigen URL findet sich ein neues, in der Cloud gehostetes Konkurrenzangebot zur Oracle-Datenbank und zu Microsofts SQL Server beziehungsweise Azure. Tatsächlich ist aber Database.com nicht neu, dahinter verbirgt sich ein bereits länger bei Anwendungen und bei Force.com im Einsatz befindlicher Service, der nun eben als frei konfigurierbare mandantenfähige Datenbank angeboten wird. Pikanterweise kommt dabei unter anderem Oracles Datenbank zum Einsatz

Entwickler sollen den Service als Backend für unterschiedlich geartete Anwendungen nutzen können, ohne Rücksicht auf eigene Hardware nehmen zu müssen. Die Anwendungen sollen nahezu überall laufen können, sei es auf der Force.com-Plattform von Salesforce selbst, sei es etwa in Amazons Elastic Compute Cloud (EC2). Als Entwicklungsplattformen werden Java, .NET, Ruby und PHP unterstützt. Dafür wird es Toolkits geben genauso wie für die Anbindung an iPhone/iPad, Android oder an Googles App Engine, Windows Azure, Amazon Web Services, Flash/Flex, Facebook und Twitter.

Salesforce.com möchte sein Angebot im nächsten Jahr bereitstellen. Kostenlos erhalten dann Kunden monatlich 100.000 Objekte, 50.000 Transaktionen und drei User-Lizenzen. Für zusätzliche 100.000 Objekte oder 150.000 Transaktionen muss man je 10 Dollar hinlegen. Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Datenhaltung in der Cloud will das Unternehmen mit optionalen kostenpflichtigen Enterprise-Services begegnen, die unter anderem Unterstützung für SSL, Single-Sign-on sowie Identitäts- und Authentifizierungsfunktionen (OAuth, SAML) enthalten. Auch verweist Salesforce.com auf Zertifikate wie ISO 27001, SAS 70 Type II und SysTrust. (ane)