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Der Android-Emulator bekommt eine Quick-Boot-Funktion

Die Funktion zum schnellen Fortsetzen von Emulator-Sessions ist nun Bestandteil des stabilen Release. Außerdem testen die Macher die System-Images neuerdings mit der Android Compatibility Test Suite.

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Android-Emulator bekommt eine Quck-Boot-Funktion

Google hat eine neue Version des Android-Emulators veröffentlicht, der als wesentliche Neuerung eine Quick-Boot-Funktion enthält. Eine Vorschauversion davon konnten Entwickler bereits seit dem Release von Android Studio 3.0 im Oktober aus dem Canary Channel herunterladen, über den Google frühe Testversionen von Software verteilt. Mit dem nun erschienene Android Emulator v27.0.2 hält die Funktion Einzug in das stabile Release.

Quick Boot bezieht sich nicht auf den ersten Start einer Emulator-Session, die weiterhin wie der Start physischer Geräte nach dem Einschalten mit diversen Initialisierungen verbunden ist. Der Geschwindigkeitsgewinn zeigt sich erst bei der Wiederaufnahme pausierter Sitzungen. Das Team hat dazu die Architektur der Snapshots und das Zusammenspiel mit virtuellen Sensoren und der GPU-Beschleunigung komplett überarbeitet. Das Fortsetzen von Emulator-Sessions soll nun weniger als sechs Sekunden benötigen.

Beim Fortsetzen von Sessions startet der Emulator nun deutlich schneller.

(Bild: Google)

Kompatibilität, Performance und Speicherbedarf

Damit Entwickler sich besser auf Kompatibilitätstests mit dem Emulator verlassen können, unterzieht das Team nun die Android-System-Image-Builds ab API-Level 24 (Android Nougat) denselben Untersuchungen mit der Android Compatibility Test Suite (CTS) wie physische Endgeräte. Die Anbindung des Emulators an den Google Play Store hatte Google bereits mit Android Studio 3.0 eingeführt und nun erweitert: Seinerzeit funktionierte das Zusammenspiel erst für Oreo-Images, mit dem aktuellen Emulator-Release bereits ab Nougat. Außerdem lässt sich nun der komplette Installationsprozess und der Ablauf von Käufen über den Play Store mit dem Emulator abbilden.

Darüber hinaus hat das Team wohl die Performance verbessert und den Speicherbedarf reduziert. Der Emulator alloziert den Speicher neuerdings nach Bedarf, statt beim Start den für das Android Virtual Device (AVD) definierten Speicher komplett anzufordern. Auch haben die Macher die GPU-Performance verbessert, was sich wohl besonders im Zusammenspiel mit OpenGL ES 3.0 zeigt.

Weitere Neuerungen, unter anderem bezüglich der virtuellen Sensoren und zum Simulieren von Touch-Gesten, finden sich im Android-Entwickler-Blog. Der Emulator lässt sich über den SDK-Manager in Android Studio installieren beziehungsweise aktualisieren. (rme)