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Developer Economics 2013: Windows Phone doch noch mit Chancen

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Die womöglich größte Studie zur App-Entwicklung bisher mit rund 6000 Befragten aus 115 Ländern stellen die "Developer Economics Q3 2013" des Branchenanalysten VisionMobile dar. Die Studie selbst will Entwicklern Aufschluss darüber geben, wie sich die Szene der Mobile-Entwickler bewegt und was Trends bei der Monetarisierung ihrer Apps sind. In der fünften Auflage des kostenlos erhältlichen Reports heißt es, dass iOS-Entwickler einen Durchschnitt von monatlich 5200 US-Dollar durch ihre Apps umsetzen, Android-Entwickler kommen hier auf etwa 4700 Dollar.

Einen ähnlichen Ertrag erhoffen sich die Teilnehmer wohl bei der Entwicklung für Windows Phone, denn zunehmend mehr Entwickler ziehen Microsofts Betriebssystem als weitere Zielplattform in Erwägung – 21 Prozent der Befragten arbeiten schon für diese Plattform. Hier ist jedoch anzumerken, dass laut der Studie 71 Prozent der befragten Entwickler bereits für Android und 56 Prozent schon für iOS entwickeln. Die Chancen, sich als dritte "native" Plattform durchzusetzen, stehen – allen Unkenrufen der Vergangenheit zu Microsofts Betriebssystem zum Trotz – auch deswegen nicht schlecht, weil 35 Prozent der Befragten planen, in diesem dritten Quartal Apps für Windows Phone zu schreiben.

Die durchschnittliche Entwickler schreibt seine Apps für 2,9 Plattformen gleichzeitig, das sind etwas weniger Systeme als noch vor zwei Jahren. Zumeist (84 %) kommt es hier zum Mix aus Android, iOS und Windows Phone, wobei zunehmend auch HTML5 eine wichtige Rolle beim Schreiben der Apps einnimmt. Mittlerweile 52 Prozent der Teilnehmer an der Befragung schreiben ihre Apps mit HTML5. Die meisten HTML5-Entwickler sehen ihre Entwicklungen aber als Browser- und nicht als eigenständige mobile Anwendungen. So geben 38 Prozent an, mit HTML5 mobile Webseiten zu entwickeln, 23 Prozent nutzen die Webtechnik hingegen für mobile Apps. Hybride Anwendungen, die mit HTML5 integrierenden Techniken wie PhoneGap entstehen, spielen bei 27 Prozent der Entwickler eine Rolle.

Für BlackBerry Apps zu programmieren spielt nicht mehr die gleiche Rolle wie noch vor zwei Jahren. Zumindest ist anzuerkennen, dass das neue BlackBerry 10 mit 15 Prozent recht rasch einen vergleichbaren Wert erreicht hat, wie ihn die Vorgängerversionen vor einem Jahr hatten. (ane)