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Die Software Foundation der Programmiersprache OCaml geht an die Öffentlichkeit

Im Juni 2018 gegründet, hat die Non-Profit-Organisation für OCaml nun erste Ziele definiert: zum Beispiel eine jährliche Finanzierung von 200.000 US-Dollar.

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(Bild: OCaml Software Foundation)

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Die im Juni 2018 gegründete OCaml Software Foundation hat sich zur Aufgabe gemacht, die Community rund um die funktionale Programmiersprache OCaml wachsen und stärker werden zu lassen. Über ein Jahr nach der Gründung hat der amtierende Vorsitzende Gabriel Scherer die Foundation nun auf der offiziellen OCaml-Seite publik gemacht und die ersten Ziele für die Foundation abgesteckt. So wolle die Non-Profit-Organisation künftig ein Finanzierungsniveau von 200.000 US-Dollar pro Jahr durch Sponsoren der Industrie und dem akademischen Umfeld erreichen. Das Geld soll vorrangig für zwei Bereiche zum Einsatz kommen: dem Lehren von OCaml sowie "allgemeinen" OCaml-Aktionen.

Im Beitrag geht Scherer auf einige bereits durchgeführte Maßnahmen ein. Zum einen hat die Foundation die Entwicklung der Online-Lernplattform Learn-OCaml vorangetrieben, zum anderen aber auch Seminare im Rahmen der Onlinekurse FunMOOC durchgeführt. Zum anderen hat man wohl die Anfang des Jahres gegründete Reason Association finanziell unterstützt – Reason ist eine ursprünglich von Facebook entwickelte Syntaxerweiterung für OCaml. Darüber hinaus stehe man wohl im engen Kontakt mit Mitgliedern und Entwickler in der Community – Scherer selbst gesteht ein, dass die Foundation bislang nicht gut in ihrer Kommunikation nach außen war.

Unternehmen, die die Organisation unterstützen wollen, können unterschiedliche Sponsoring-Pakete abschließen: angefangen bei einer jährlichen Zahlung von 4000 Euro oder mehr für akademische Institutionen bis hin zu 50.000 Euro im Jahr. Damit kann man sich unter anderem einen Platz im Advisory Board sichern. Kleinere Spenden von Einzelpersonen sind zunächst nicht vorgesehen.

Bislang kann die Foundation sechs Sponsoren vorweisen: OCaml Pro, Tezos, ahrefs, Jane Street, Bloomberg, LexiFi und SimCorp. Weitere Überlegungen sind möglicherweise Bug-Bounty-Programme oder auch kleinere Aufgaben gegen Bezahlung an die Community abzugeben. (bbo)