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Die Wolfram Language in der Cloud ausprobieren

Ab sofort können Entwickler mit der vor über einem halben Jahr erstmals angekündigten Programmiersprache des Mathematica-Erfinders Stephen Wolfram herumspielen.

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Genau 26 Jahre ist es her, dass die Version 1.0 der mathematisch-naturwissenschaftlichen Software Mathematica erschienen ist. Zum Geburtstag hat nun Stephen Wolfram, Chef des hinter der Software stehenden Unternehmens Wolfram Research, die Wolfram Programming Cloud freigegeben. Dadurch besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, die bislang hinter verschlossenen Türen entwickelte, an die natürliche – genau genommen englische – Sprache angelehnte General-Purpose Language des Unternehmens auszuprobieren. Die Cloud-Umgebung selbst ist eine mit der Sprache geschriebene Anwendung und hat derzeit noch Beta-Status.

Die schlicht Wolfram Language genannte wissensbasierte Programmiersprache soll mit einfachen Mitteln komplexe Aufgaben wie Bildverarbeitung, Grafikaufbereitung oder Spracherkennung angehen können. Anders als Sprachen wie C++ wird sie jedoch keine externe Bibliotheken benötigen, die den eigentlichen Sprachkern erweitern, sondern mehr ein integriertes System darstellen.

Die Sprache war offenbar im Zuge der Entwicklung der "rechnenden Wissensmaschine" (computational knowledge engine) Wolfram | Alpha und der Mathematica-Software entstanden. Sie soll – wie Wolfram früher formulierte – ihr Hauptbetätigungsfeld in der Cloud-Umgebung des Unternehmens haben.

Zum Start empfiehlt es sich, sich zumindest das Einführungsvideo und die Einführung für Entwickler anzuschauen. Auch zeigt Wolfram in der Bekanntmachung einige Beispiele, die den Charakter und die Mächtigkeit der Programmiersprache verdeutlichen sollen. (ane)