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Die zehn beliebtesten Beiträge auf heise Developer im Jahr 2019

Docker, Windows und DevOps sind drei der Themen, die heise Developer viele Zugriffe und Kommentare bescherten. Welche aber war die Nummer eins?

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Inhaltsverzeichnis

Zum Auftakt in die Zwanzigerjahre wirft das Team von heise Developer einen Blick zurück auf das Jahr 2019: Was waren die wichtigsten Trends und die interessantesten Themen aus dem Blickwinkel der Leser? Im Folgenden präsentieren wir die Top-10-Liste der erfolgreichsten Meldungen, die Leser nicht nur am häufigsten anklickten, sondern auch kontrovers diskutierten.

Das Versionsverwaltungssystem Git gehört zu den Standardtools, die in keinem Entwicklerwerkzeugkasten fehlen dürfen. Andreas Krüger wirft in seinem Auftaktartikel zur Beitragsserie "Die vielfältigen Fähigkeiten von Git" allerdings einen genaueren Blick auf die Besonderheiten, die über gängiges Arbeiten mit Repositorys hinausgehen. So ist "Vielfachheit" eine der markantesten Fähigkeiten von Git, die Entwicklern in vielerlei Hinsicht das Leben leichter machen kann – etwa durch Anlegen und Nutzen mehrerer Arbeitsverzeichnisse, mehrerer Remotes oder mehrerer Versionsbäume.

Temporäres zweites Git-Remote erleichtert die Einbindung externer Mitarbeiter.

Leidet die IT unter Chauvinismus oder sind in Zeiten der digitalen Transformation tatsächlich Software und Informationstechnik zu den entscheidenden Kriterien der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen avanciert? Mit seinem Blogbeitrag "IT-Chauvinismus: Warum sich die IT überschätzt" landet Eberhard Wolff auf Rang 9 der Bestenliste. Er kommt darin zu dem Schluss, dass "IT oft weniger wichtig für den Erfolg eines Unternehmens ist, als (wir) IT-Experten denken". IT ist die Domäne von IT-Experten – deshalb messen sie IT eine hohe Bedeutung bei. Der offensichtliche Zusammenhang zwischen Software, Softwarequalität und wirtschaftlichem Erfolg eines Unternehmens gilt in der Praxis allerdings keineswegs uneingeschränkt. Auch weiche Faktoren wie das Vertrauen des Kunden können ausschlaggebend sein, wie nach Wollfs Einschätzung das Scheitern vieler Fintech-Start-ups belege.

Dauerbrenner: Der Spitzenreiter unter den Top 10 des Jahres 2018 schaffte es auch 2019 erneut in die Rangliste auf Platz 8. Nachdem Hendrik Ebbers und Timo Brandstätter für heise Developer bereits im August 2018 eine Antwort auf die Frage "Wird Java jetzt kostenpflichtig?" geliefert hatten, bewegt die Frage aller Frage offenbar aber auch 2019 noch die Gemüter. Oracles grundlegende Änderungen am Supportmodell und dem Releasezyklus der Programmiersprache werfen lange Schatten.

Mit 444 Kommentaren im Forum geht der Beitrag "Verträgt sich DevOps mit der deutschen Arbeitskultur?" von Justin Vaughan-Brown ins neue Jahr. Die kontroverse Frage, ob sich DevOps-Methoden mit typisch deutschen Tugenden wie dem Hang zum Expertentum, dem Bürokratismus, strengen Hierarchien und Perfektionismus vereinbaren lassen, ist durchaus berechtigt. Während Softwareentwicklung agiler und flexibler werden muss, haben die im Widerspruch dazu stehenden Eigenschaften der Zuverlässigkeit und starrer Organisationen viele deutsche Unternehmen erst erfolgreich gemacht. An einem Wandel, der auch kulturelle Hürden überwindet, führt für viele Unternehmen wohl aber kein Weg vorbei.

Der mehrteilige Bericht des Entwicklerteams von heise online ("Ich roll' dann mal aus") zur Einführung von agiler Softwareentwicklung und Scrum bei Heise hat es zwar nicht ganz in die Top-10-Liste 2019 geschafft, heiß diskutiert wurden jedoch Hilko Holwegs Ausführungen zum Umgang mit technischen Schulden am Beispiel von jQuery. Das nützliche und zunächst schier unverzichtbare Tool zur Frontendentwicklung hatte sich tief in den "Heise"-Code eingenistet. Der Blogbeitrag beschreibt den mühevollen – aber aus Sicht des Autors lohnenswerten – Weg, um jQuery wieder loszuwerden.