DigitalOcean eröffnet Rechenzentrum in Frankfurt am Main

Kürzere Latenzen und das Hosten der Projektdaten in Deutschland sollen zu deutlich mehr Nutzern des Cloud-Angebots von DigitalOcean führen.

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DigitalOcean eröffnet Rechenzentrum in Frankfurt am Main
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Der Cloud-Infrastrukturanbieter DigitalOcean hat ab sofort ein deutsches Rechenzentrum in Frankfurt am Main in petto, sollten deutsche Webentwickler und Start-ups Wert auf die Datenhaltung hierzulande legen. Damit hat das vor drei Jahren gegründete Unternehmen mit Stammsitz in New York mittlerweile drei europäische Rechenzentren zur Auswahl, nachdem zuvor schon welche in London und Amsterdam eröffnet worden waren. Das Rechenzentrum in Frankfurt läuft unter dem Kürzel FRA1.

DigitalOcean hat sich in den wenigen Jahren des Bestehens zu einem ernsthaften Konkurrenten von Cloud-Infrastrukturanbietern wie Amazon entwickelt. Das Unternehmen will mit innerhalb sehr kurzer Zeit startenden, auf SSD-Laufwerken (Solid State Disks) basierenden Cloud-Servern (sogenannten Droplets) punkten. Dabei ist die Weboberfläche zum Einrichten und Nutzen von Entwicklungsprojekten einfach zu bedienen, der Einstiegspreis ist mit 5 US-Dollar im Monat vergleichsweise günstig, wobei auch stundenweise abgerechnet werden kann. Deswegen stößt die Cloud-Plattform insbesondere bei Start-ups sowie kleinen und mittelgroßen Unternehmen auf Interesse.

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Ben Uretzky, Mitgründer und CEO von DigitalOcean

Ben Uretzky, einer der Gründer von DigitaOcean, sieht der Ausweitung des Angebots mit Spannung entgegen. Bislang habe sein Unternemen 5000 deutsche Kunden. Bei geschätzten 500.000 Entwicklern in Deutschland sei hier aber noch einiges an Potenzial für die Zukunft. Im Vergleich zu anderen Ländern sehe in Deutschland das Verhältnis der Digital-Ocean-Nutzer zu dem der vermuteten Entwicklerzahl derzeit noch nicht gut aus. Kürzere Latenzen und das Hosten der Projektdaten in Deutschland sollen den derzeitigen Status quo positiv verändern. Selbst ein deutschsprachiges Angebot mag es irgendwann in der Zukunft geben, derzeit plant das Unternehmen zumindest schon mal deutschsprachige Beiträge in DigitalOceans Entwicklerforum. (ane)

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