Django-Webframework erhält neues LTS-Release

Version 1.11 des in Python verfassten Webframeworks ist unter anderem mit Ausdrücken für Unterabfragen ausgestattet und soll das Erstellen von Datenbankindices erleichtern.

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Django-Webframework erhält neues LTS-Release
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Mit Django 1.11 steht ein neues Long-Term-Support-Release (LTS) des Python-Webframeworks zur Verfügung. Folglich gehen die nächsten drei Jahre Fehlerkorrekturen, die Sicherheitslücken und Datenverluste betreffen, auch in diese Version ein. Bugs, die Abstürze verursachen oder mit neuen Features einhergehen, beheben die Django-Entwickler in dieser Version bis Ende 2017.

Zu den bedeutendsten Neuerungen der aktuellen Version zählt das Team unter anderem die Option, mit den neuen Datenbankausdrücken Subquery und Exists explizit Unterabfragen zu formulieren. Um das Anpassen von Widgets zu erleichtern, rendert nun das Template-System statt Pythons Formular-Widgets, weshalb es auch sein kann, dass alte Widgets aus Kompatibilitätsgründen anzupassen sind. Leichter soll nach dem Update auch das Erstellen von Datenbankindizes fallen, da die Entwickler dafür ein Modul mit entsprechenden Klassen ergänzen konnten.

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Als veraltet gilt mit dem Release der Decorator models.permalink(). Anwender sollten statt seiner django.urls.reverse() einsetzen. Warnungen beim Einsatz als veraltet gekennzeichneter Funktionen zeigt Django im Gegensatz zu alten Varianten gemäß dem Standardverhalten von Python im Übrigen nicht mehr automatisch an. Das soll es Dritten erleichtern, Version 1.11 LTS und 1.8 LTS parallel zu betreiben, da sie so keinen zusätzlichen Code zum Unterdrücken der Warnungen schreiben müssen.

Django 1.11 ist die erste Version des Frameworks, die mit Python 3.6 arbeiten kann, und die letzte, die Python-2-Support bietet. Um sie verwenden zu können, muss Python 2.7, 3.4, 3.5 oder 3.6 installiert sein. Nutzer von Django 1.9 sind dazu aufgerufen, mindestens auf Version 1.10 zu aktualisieren, da der Support dafür mit der aktuellen Veröffentlichung endet. Wer Django mit PostgreSQL 9.2 oder PostGIS 2.0 nutzt, muss ebenfalls aktualisieren, da beide Versionen nicht länger mit dem Framework funktionieren. (jul)

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