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Docker 1.1 bringt Ignore-Option

Erst kürzlich hatte das Projekt die nötige Reife für den Unternehmenseinsatz erreicht. Das erste Release der 1.x-Serie soll nicht nur leistungsfähiger sein, sondern bringt auch neue Features wie .dockerignore.

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Das Team hinter Docker hat knapp einen Monat nach dem ersten Major Release seines Projekts Version 1.1 freigegeben. Seit Juni arbeitete man an verschiedenen Komponenten des Tools und steckte unter anderem Arbeit in die Dokumentation und das Herzstück der Plattform, Docker Engine.

Zu den neuen Features zählt die Möglichkeit, eine .dockerignore-Datei anzulegen, in der Nutzer Dateien und Pfade festhalten können, die Docker beim Senden des Build Context an den Daemon ignorieren soll. Als Kontext für den Befehl docker build sind nun auch .tar-Archive erlaubt, was unter anderem die Automatisierung erleichtern kann, und wenn gewünscht lässt sich das gesamte Dateisystem in einen Container einbinden. Darüber hinaus stoppt das Programm nun laufende Container, wenn ein Commit an sie gerichtet wird. Vom Übermitteln eines Standes an einen aktiven Container rieten die Entwickler schon zuvor ab, da es zu Inkonsistenzen in Dateien kommen konnte.

Beim letzten Release war unter anderem ein Fehler in docker save durchgerutscht, der zur Folge hatte, dass Images ungültige Metadaten enthielten. Dieser wurde nun entfernt und einige zusätzliche Verbesserungen eingepflegt. Sie umfassen beispielsweise eine verbesserte Port-Allokierung, bessere Leistungsfähigkeit und Statuscodes für start und stop sowie überarbeitete Validierung des Flags docker commit, um eventuell kritische Image-Namen gar nicht erst einzusetzen.

Mit Docker lassen sich Anwendungen samt ihrer Abhängigkeiten in Container verpacken, in denen sie sich später leicht weitergeben und ausführen lassen. Das Erstellen der Container lässt sich auch automatisieren, was sich für den Praxiseinsatz anbietet und Docker auch für den Unternehmenseinsatz bereit macht – die Tauglichkeit hierfür wurde dem Projekt mit dem 1.0-Release bestätigt. Im Vergleich zu virtuellen Maschinen, sind die Docker-Container sparsamer im Umgang mit Ressourcen und können schneller starten. Allerdings ist zum Anfang der Konfigurationsaufwand erheblich höher. (jul)