Docker: Powerstrip soll beim Entwickeln von Prototypen helfen

Da sich wohl viele Docker-Nutzer wünschen, das Tool erweitern und anpassen zu können, hat das Unternehmen ClusterHQ mit Powerstrip nun einen HTTP-Proxy für die Docker API veröffentlicht, mit dem sich Prototypen entwickeln lassen.

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Docker: Powerstrip soll beim Entwickeln von Prototypen helfen

(Bild: stock.xchng)

ClusterHQ hat das Docker-Ökosystem mit Powerstrip um ein neues Open-Source-Projekt erweitert. Das Unternehmen ist bisher vor allem durch das Datenträger- und Containermanagementsystem für Docker Flocker bekannt. Powerstrip soll es Entwicklern ermöglichen, sogenannte Powerstrip Adapter als Prototypen für Docker-Erweiterungen zu erstellen. Das Tool ist als HTTP-Proxy für die Docker API umgesetzt, sodass sich Docker durch das Implementieren von Webhooks zum Abfangen von Docker-Aufrufen und API-Rückmeldungen anpassen lässt.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Vorgehen, bei dem ein Wrapper um die Docker API gebaut wird, soll der neue Ansatz deutlich einfacher zu realisieren sein. Außerdem lassen sich so mehrere Erweiterungen gleichzeitig nutzen. Zwar arbeite man bei Docker an einer Extensions API, es gäbe aber heute schon das Bedürfnis in der Community, Prototypen für Erweiterungen zu bauen. Mit ihnen könnte man schnell herausfinden, welche Integrationspunkte für sie nötig wären.

Powerstrip wird als Docker Image ausgeliefert. Das Tool ist in Python geschrieben, allerdings arbeite man bereits daran, es nach Go zu portieren, da auch Docker in dieser Sprache verfasst wurde und eine Go-Version zudem weniger Speicher bräuchte. Adapter hingegen ließen sich wohl in allen möglichen Sprachen schreiben. Beim Einsatz ist laut Dokumentation zu beachten, dass Powerstrip die Docker API ohne Sicherheitsmechanismen freilegt, weshalb es sich nur für private, sichere Entwicklungsumgebungen eigne.

Der Quellcode von Powerstrip ist auf GitHub hinterlegt. Das Projekt ist unter der Apache License 2.0 geschützt.

Siehe dazu auch auf heise Developer:

(jul)