Docker gibt containerD als Open-Source-Software frei

containerD steht für einen Container-Daemon, über den die Docker Engine mit den runC-Instanzen kommuniziert, in denen die einzelnen Anwendungs-Container betrieben werden.

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Das containerD-Projekt war im April 2016 Bestandteil von Docker 1.11 geworden. Nun hat Docker Inc. das Projekt als Open-Source-Software freigegeben. Dafür wurde ein von Docker unabhängiges Repository für containerD erstellt.

Insbesondere soll sich containerd dazu verwenden lassen, Container-Images, -Ausführung und -Überwachung, lokalen Speicher und Netzwerk-Schnittstellen über Linux- und Windows-Systeme zu verteilen. Genau hieran arbeitet auch die Open Container Initative (OCI) der Linux Foundation, und zwar an der Spezifikation einer herstellerunabhängigen Runtime- und Image-Spezifikation. Zu ihr soll sich containerD kompatibel verhalten, was man auch schon bald im Zuge einer Zertifizierung bestätigt sehen will. Das soll wohl im Zuge der für das zweite Quartal 2017 geplanten Freigabe der Version 1.0 geschehen.

containerD ist nicht das erste Docker-Projekt, das quelloffen freigegeben wurde, nachdem es intern entwickelt und genutzt wurde. Andere Beispiele sind hier libcontainer, libnetwork und runC, die allesamt an OCI übergeben wurden. Interesse, an containderD mitzuarbeiten, hatten schon früher Unternehmen wie Alibaba, AWS, Google, IBM und Microsoft bekundet. Damit diese und andere Interessenten an der Technik mitwirken können, wird containerD wohl im ersten Quartal 2017 an eine neutrale Instanz übergeben. (ane)