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Docker stellt Enterprise Edition und Zertifizierungsprogramm vor

Unternehmen sollen durch die nun vorgestellte Enterprise Edition mehr Unterstützung und Sicherheit erhalten. Nutzer der Community Edition sollen derweil von kürzeren Release-Zyklen und längerem Support profitieren.

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Docker Inc, das Unternehmen hinter der gleichnamigen Containerisierungstechnik, hat mit der Docker Enterprise Edition (EE) eine für unternehmenskritische Deployments optimierte Version seiner Plattform veröffentlicht. Sie ist für CentOS, Red Hat Enterprise Linux, Ubuntu, SUSE Linux Enterprise Server, Oracle Linux, Windows Server 2016, AWS und Azure zertifiziert und in drei Versionen erhältlich.

Die Basic-Ausführung enthält neben dem Plattform-Support von Docker Inc zertifizierte Container und Plug-ins aus dem Docker Store, während die Standard-Variante zudem erweitertes Image- und Containermanagement, LDAP/AD-Nutzerintegration und rollenbasierte Zugriffskontrolle umfasst. Docker EE Advanced ist zusätzlich mit Docker Security Scanning und Vulnerability Monitoring ausgestattet.

Eine weitere Neuerung stellt das Zertifizierungsprogramm dar, mit dem Infrastruktur-, Container- und Plug-in-Anbieter ihre Produkte prüfen und auszeichnen lassen können. Um ein entsprechendes Badge zu erhalten, kommt es bei der Infrastruktur darauf an, dass sie für die Zusammenarbeit mit der Docker-Plattform optimiert wurde und entsprechende Tests bestanden hat. Container müssen nach Best Practices erstellt worden sein und vor dem Einstellen im Docker Store Tests, Vulnerability Checks und Reviews unterzogen worden sein.

Plug-ins müssen darüber hinaus eine Reihe von API-Compliance-Tests durchlaufen, bevor es an die Review-Phase geht. Durch die Auszeichnung sollen Anbieter eine Chance bekommen, sich aus der Masse der verfügbaren Angebote abzuheben und Nutzer mehr Sicherheit erhalten.

Kostenlose Docker-Produkte laufen fortan unter dem Namen Docker Community Edition (CE). Sowohl Docker EE als auch CE werden zukünftig pro Quartal aktualisiert, CE-Nutzer haben zudem die Option, neue Features in einer monatlich erscheinenden Edge-Version zu testen. Während Letztere nur in dem Monat Sicherheitsupdates und Fixes erhalten, in dem sie aktuell ist, erhält das Quartalsupdate für Docker CE jeweils vier Monate Updates, sodass Nutzer einen Monat Zeit zum Wechsel haben. Zuvor war die Maintenance-Phase einer Veröffentlichung nur so lang, bis die nächste Version erschien. Stabile Varianten für Docker EE bekommen hingegen ein Jahr Support und Maintenance.

Zudem ändert sich das Versionierungsschema für Docker CE und EE: Ähnlich zu Ubuntus Ansatz setzt sich die Versionsnummer nun aus den letzten zwei Zahlen des Jahres und dem Monat nach dem Muster YY.MM zusammen. (jul)