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Dropbox: "geistiger Nachfolger der Festplatte"

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Auf seiner ersten Entwicklerkonferenz (DBX) in San Francisco hat der Cloud-Storage-Dienst Dropbox im Rahmen der neuen Dropbox-Plattform einige Services und Entwicklerwerkzeuge veröffentlicht. Durch sie gibt das hinter Dropbox stehende Unternehmen ganz klar zu verstehen, dass Dropbox zukünftig mehr als ein Datenpeicherdienst sein soll. Firmenchef Drew Houston sieht Dropbox gar als "geistigen Nachfolger der Festplatte".

Mit der neuen API namens Datastore sollen Anwender über ihren Account Daten wie Kontakte, To-dos oder Spielstände nahezu in Echtzeit über unterschiedliche Plattformen synchronisieren können. Das war über inoffizielle Hacks zwar schon möglich gewesen, soll nun aber einen geregelten Anstrich erhalten. Vor allem soll diese Synchronisation mit der offiziellen API nun viel leichter umgesetzt werden können und stabiler sein. Zum Start richtet sich die API an iOS-, Android- und JavaScript-Entwickler. Unterstützt wird auch die Arbeit im Offline-Betrieb, wodurch das Datenmaterial automatisch synchronisiert wird, nachdem ein mobiles Gerät wieder mit dem Internet verbunden ist.

Mit solch einer API ist Dropbox nicht allein am Markt, beispielsweise bieten Microsoft im Rahmen von Windows Azure und Apple mit der iCloud ein ähnliches Feature. Spannend ist die neue Dropbox-API aber vor dem Hintergrund, dass der Dienst mittlerweile 175 Millionen registrierte Nutzer zählt, das ist eine Steigerung um 75 Prozent innerhalb der letzten acht Monate. Außerdem würden derzeit täglich eine Milliarde Dateien synchronisiert.

Dropbox führt außerdem unter dem neuen Oberbegriff Drop-Ins weitere Features für Entwickler ein. Die ersten beiden sind Chooser und Saver, durch die Apps die "Speichern"- und "Öffnen"-Dialoge von Dropbox verwenden können, um mit den in den Cloud-Speichern geladenen Dateien arbeiten zu können. Die zugekaufte iOS-App Mailbox hat Dropbox bereits an Chooser und Saver angepasst.

Siehe dazu auch:

  • Dropbox im heise Software-Verzeichnis

(ane)