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Echtzeitkommunikation: Matrix-Protokoll reif für den Produktiveinsatz

Das Protokoll soll die Echtzeitkommunikation über Online-Chat, Voice over IP und Videotelefonie zwischen unterschiedlichen Diensteanbietern vereinfachen.

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Gleich drei Ankündigungen markieren den großen Sprung, den das Kommunikationsprotokoll Matrix nun gemacht hat. Einerseits liegt nun eine erste stabile Version des Protokolls und der Spezifikation aller damit einhergehender APIs vor, andererseits ist Version 1.0 der Referenzimplementierung Synapse freigegeben worden. Und schließlich wurde mit der Matrix Foundation schon früher eine unabhängige Stiftung für das Protokoll gegründet, die nun ihre offizielle Arbeit aufnimmt.

Matrix ist ein 2014 initiierter offener Standard und zugleich Protokoll für die Echtzeitkommunikation. Es entstand, um die Kommunikation über Online-Chat, Voice over IP und Videotelefonie zwischen unterschiedlichen Dienstanbietern zu vereinfachen. Es bietet HTTP-APIs und Open-Source-Referenzimplementierungen für die sichere Verteilung und Persistenz von Nachrichten im JSON-Format über eine offene Föderation von Servern. Es lässt sich mit Standard-Webdiensten über WebRTC integrieren und ermöglicht so Browser-zu-Browser-Anwendungen.

Mit Matrix 1.0 sollte es nun möglich sein, stabile Matrix-Clients, -Server, -Bots und -Bridges zu implementieren. Unterstützt werden hierbei auch X.509-Zertifikate, die auf Serverseite eine in Produktivszenarien erforderliche Sicherheit gewähren sollen.

Die Veröffentlichung der Version 1.0 bedeutet wohl nicht, dass sämtliche mal geplanten Funktionen nun fertig spezifiziert sind, selbiges gilt auch für die Referenzimplementierung Synapse. Insbesondere auf Performanceseite im RAM-Bereich besteht hier anscheinend noch Potenzial für Verbesserungen.

Weitere Informationen zum Stand finden sich in der Ankündigung zur Version 1.0. Zur Foundation finden sich ebenfalls nun mehr Auskünfte. (ane)