Menü
Developer

Eclipse Che 5.0 verwendet das Language Server Protocol

Außerdem können Entwickler nun Dockerfiles und Docker Compose Files in Che erstellen. Zu den weiteren Neuerungen gehört die Möglichkeit, Workspaces für spezielle Aufgaben zu konfigurieren.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen
Eclipse Che 5.0 verwendet das Language Server Protocol

Die Macher der sich in den Browser integrierenden Entwicklungsumgebung Eclipse Che haben Version 5.0 für Ende des Jahres angekündigt. Bis dahin sollen im Zweiwochenrhythmus Milestone-Releases erscheinen.

Eine der Neuerungen ist die Implementierung des Language Server Protocol. Die Schnittstelle vereinheitlicht die Syntaxanalyse, Autovervollständigung und das Refactoring durch eine Komponente, die unabhängig von der IDE in einem Sprachserver läuft. Microsoft hatte es ursprünglich für Visual Studio Code entwickelt und auf GitHub veröffentlicht. In der offiziellen Ankündigung der Umsetzung als offenes Protokoll für beliebige IDEs hatten sich Red Hat und Codenvy im Sommer dem Projekt angeschlossen. Die Grundzüge von Che stammen von Codenvy, das wiederum ein kommerzielles Workspace-Angebot auf der Basis von Che anbietet.

Eine weitere Neuerung ist ein Assistent, mit dem Entwickler Workspaces erstellen, die auf spezielle Aufgaben zugeschnitten sind und nur die benötigten Komponenten enthalten. Mit sogenannten Workspace Agents lassen sich zudem spezielle Dienste wie Autovervollständigung für bestimmte Programmiersprachen oder SSH in Workspaces installieren.

Entwickler können Workspaces ihren individuellen Anforderungen anpassen.

(Bild: Eclipse)

"Dev Mode" beschreibt eine Laufzeitumgebung, die auf dem Proudktionssystem basiert und zusätzlich den Quellcode sowie die benötigten Agenten beispielsweise für SSH enthält. Wer mit einer lokalen IDE arbeitet, kann die Workspaces und Projekte jetzt nahtlos synchronisieren.

Neuerdings lassen sich zudem in Che Docker Compose Files und Dockerfiles erstellen und bearbeiten. Letztere sind Textdateien, die die Befehle zum Erstellen eines Docker Images enthalten und über docker build ausgeführt werden. Erstere sind YAML-Dateien (YAML Ain't Markup Language), die Dienste, Netzwerke und Docker Volumes definieren. Somit können Entwickler dockerisierte Applikationen komplett in Che bearbeiten und debuggen.

Zu den weiteren nennenswerten Neuerungen gehört die Möglichkeit, Projekte auf OpenShift zu deployen und die erweiterten Funktionen für PHP-Entwickler wie Debugging und Autovervollständigung.

Docker-Container sind eine Kernkomponente von Eclipse Che, das eine Cloud-IDE mit einer Workspace-Umgebung verbindet. Die Workspaces kombinieren ihrerseits wiederum einzelne Projekte mit den zugehörigen Laufzeitumgebungen. Letztere sind typischerweise in Docker-Containern untergebracht. Che verwaltet ihren Lebenszyklus, indem es sie startet, ihren Ablauf überwacht und schließlich wieder sauber beendet. Che entsteht im Rahmen der Eclipse Foundation quelloffen. Zu den Firmen, die sich in der Entwicklung engagieren gehören unter anderem IBM, SAP, Red Hat und natürlich Codenvy.

Weitere Details finden sich im Blogbeitrag. Die Versiosnummer 5.0 täuscht übrigens. Es handelt sich erst um das zweite Major Release, da das erste im März mit der Versionsnummer 4.0 an den Start gegangen ist.

Siehe dazu auf heise Developer:

(rme)