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Eclipse Flight soll Cloud- und Desktopentwicklung verbinden

In dem für die Eclipse-Foundation vorgeschlagenen Projekt sollen eine Infrastruktur und Konnektoren entstehen, die letztendlich die Möglichkeiten zur Entwicklung in der Cloud verbessern sollen. Teile von Orion und JDT dienen als Grundlage.

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Orion-Mitentwickler John Arthorne und Pivotals Projektleiter für die Spring Tool Suite Martin Lippert haben mit Flight ein neues Eclipse-Projekt vorgeschlagen. Erklärtes Ziel des Projektes ist es, eine flexible Plattform und Infrastruktur zu bieten, mit deren Hilfe sich in der Cloud verfügbare Entwicklungswerkzeuge voneinander entkoppelt erstellen lassen. Es soll dazu dienen, die Kluft zwischen Cloud-Werkzeugen und Desktop-IDEs zu überbrücken, da sich Entwicklungsarbeiten zwar zunehmend in die Cloud verlagern würden, die entsprechenden Ansätze allerdings wichtige Funktionen vermissen ließen.

Das Projekt solle nicht alle Möglichkeiten einer Entwicklungsumgebung für den Desktop im Browser neu implementieren, sondern die der bestehenden Werkzeuge Clouddiensten verfügbar machen. Dafür möchte man zunächst eine grundlegende Infrastruktur schaffen und an Verbindungsstücken für häufig genutzte Tools wie Eclipse, IntelliJ IDEA, NetBeans oder Texteditoren arbeiten. Ergänzend wollen die Projektmitglieder für einige ausgewählte Sprachen Cloud-Werkzeuge erstellen, um die prinzipielle Vorgehensweise bei der Implementierung für die gestellte Architektur zu demonstrieren.

Den Anfang sollen dabei Tools für Java und JavaScript machen, für die man sich bei der Browser-IDE Orion und den Java Development Tools (JDT) bedienen wird. Der Unterbau des Projekts soll aus drei Blöcken bestehen: einer verteilten Messaging-Architektur, Repositories (für Projekte, Ressourcen und Metadaten) und Diensten. Ein Nachrichtenaustausch ist zwischen Serverprozessen, Prozessen in unterschiedlichen Cloud-Umgebungen und Client-Anwendungen wie Browser-Frontends vorgesehen. Die Dienste sollen sich an die Messaging-Architektur anbinden lassen, zum Synchronisieren und Bearbeiten von Daten dienen und darüber hinaus zusätzliche Ressourcen oder Metadaten bereitstellen können.

Für den Anfang plant das Projekt Desktop-IDEs als Repository zu nutzen, um dann später zusätzlich Cloud-Dienste für ergänzende Funktionen bereitzustellen. Im Gegensatz zu Orion, dessen Fokus auf der Browserintegration und dem clientseitigem Gebrauch der Werkzeuge liegt, will man sich bei Flight mit der angestrebten Service-Architektur mehr auf den Server konzentrieren und etwa die Verbindung zu Desktop Clients fördern. Genauere Informationen lassen sich dem Projektvorschlag entnehmen. (jul)