Eclipse Foundation startet Arbeitsgruppe für Edge-Computing

Zu den Gründungsmitgliedern der Edge Native Working Group gehören mit Siemens und Bosch zwei namhafte deutsche Unternehmen.

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Unter dem Dach der Eclipse Foundation ist mit der Edge Native Working Group eine neue Arbeitsgruppe entstanden, die sich dem Thema Edge-Computing widmet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören einige namhafte Unternehmen, von denen zwei aus Deutschland stammen. Die Arbeitsgruppe ist eine konsequente Ergänzung der Eclipse IoT Working Group, die bereits Projekte im Bereich Edge betreut.

Bei der Riege der Gründungsmitglieder, die aus ADLINK, Bosch, Edgeworx, Eurotech, Kynetics, Huawei, Intel und Siemens besteht, fällt neben den beiden deutschen Firmen Huawei auf. Der chinesische Konzern sorgte in jüngster Zeit für einige häufig politisch motivierte Debatten. Andererseits zeigt Huawei bereits seit längerer Zeit verstärktes Engagement im Open-Source-Umfeld. Seit Oktober ist Huawei Strategic Member der Eclipse Foundation. Auch die restlichen Gründungsmitglieder der Arbeitsgruppe stammen abgesehen von Intel aus Europa oder Asien.

Erklärtes Ziel der Edge Native Working Group ist wie für alle Eclipse-Bereiche die herstellerneutrale Zusammenarbeit für die Entwicklung von Software. Die Arbeitsgruppe soll möglichst kurzfristig einen Software-Stack für das Edge-Computing erstellen. Dabei liegt ein Fokus auf dem Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Das Thema Edge-Computing hat in jüngerer Zeit insgesamt an Fahrt aufgenommen. Es bringt die Verarbeitung der Daten dorthin, wo sie entstehen. Unter anderem lassen sich im Bereich des IoT (Internet of Things) die an Sensoren anfallenden Daten lokal (vor-)verarbeiten. So kann das System direkt reagieren, wenn es Hinweise auf Störungen findet, oder die Daten vor der Weitergabe zur genaueren Analyse so weit filtern, dass nur relevante Inhalte über die potenziell schwache Internetanbindung ihren Weg von der Milchkanne ohne 5G in das Rechenzentrum oder die Cloud antreten.

building IoT 2020

Auf der von heise Developer zusammen mit dem dpunkt.verlag ausgerichteten Entwicklerkonferenz building IoT 2020, die vom 2. bis 4. März in Essen stattfindet, widmen sich drei Vorträge dem Thema Edge-Computing mit unterschiedlichen Aspekten: Microservices, Machine Learning und Security.

Noch bis zum 17. Januar 202 gilt der Frühbucherrabatt beim Erwerb von Tickets für die Konferenz.

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Für die Eclipse Foundation ist Edge-Computing kein Neuland. Die IoT-Arbeitsgruppe der Foundation betreut bereits die Projekte ioFog und fog05. Die beiden Projekte haben jeweils "Fog" im Namen, und Fog-Computing beschreibt einen ähnlichen, nicht jedoch denselben Ansatz wie Edge-Computing. Allerdings verwenden viele, darunter häufig die Eclipse Foundation, die Begriffe als Synonym.

Weitere Details zur Gründung der Edge Native Working Group lassen sich dem Blogbeitrag von Mike Milinkovich, Chef der Eclipse Foundation, und der offiziellen Pressemitteilung entnehmen. (rme)