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Eclipse Foundation überarbeitet die EPL

Die Version 2 der Eclipse Public License soll sich den Entwicklungen der vergangenen Jahre anpassen und einige Begriffe klarer definieren. Außerdem soll sie die Kompatibilität zur GPL verbessern.

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Die Eclipse Foundation arbeitet derzeit an der zweiten Version der Eclipse Public License (EPL). Die erste Version, die die Foundation 2004 veröffentlicht hat, basiert auf der von IBM 2001 definierten Common Public License (CPL). Nun soll die EPLv2 unter anderem den Entwicklungen der vergangenen Jahre Rechnung tragen.

So sehen die Macher durch die steigende Bedeutung der Skriptsprachen eine Notwendigkeit, Source und Executable Code zu definieren. Zudem müssen Contributors nicht mehr den Code verfügbar machen, sondern dürfen auf die Quelle verweisen, statt die Inhalte zu kopieren und selbst zu hosten. Aus europäischer Sicht ist zudem interessant, dass die Foundation auf die Referenz zu den Gesetzen des Staats New York verzichten will.

Auch bei der Wahl der Termini soll es mehr Klarheit geben. Der derzeitige Stand der EPLv2 enthält Definitionen der Begriffe "Source Code", "Executable Code", "Derivative Works" und "Modified Works", um Rechtssicherheit dafür zu schaffen. Außerdem soll als Fachbegriff "File" statt "Module" zum Einsatz kommen.

Ein wichtiger Punkt in der Überarbeitung ist die verbesserte Kompatibilität zur GNU Public License (GPL). Als Grundlage dafür dient das Konzept der sekundären Lizenzen aus der Mozilla Public License 2.0 (MPL). Das bedeutet nicht, dass die EPLv2 standardmäßig GPL-konform ist, sondern der Original-Contributor entscheidet, ob ein Programm unter der GPL verfügbar gemacht werden kann.

Die Foundation möchte keinerlei Änderungen an der Copyright- und Patentlizenz sowie bei der kommerziellen Verbreitung vornehmen.

Mike Milinkovich von der Eclipse Foundation erklärt die Pläne für die EPLv2

Weitere Informationen lassen sich einem Blogbeitrag zum Thema entnehmen. Die aktuelle Version EPLv2 rev2 1.11 findet sich in einer Mail aus der Diskussion zur Lizenz. Wer sich an weiteren Konversationen und der Gestaltung der Lizenz beteiligen möchte, kann sich für die Mailing-Liste zum Thema registrieren. (rme)