Eclipse MicroProfile 3.2 korrigiert am Monitoring nach

Das auf das Erstellen von Microsoervices ausgelegte Projekt MicroProfile rudert bei den Anpassungen in der Metrics API zurück.

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Knapp einen Monat nach der Veröffentlichung von MicroProfile 3.1 schiebt die Eclipse Foundation Version 3.2 hinterher. Erneut geht es vor allem um das Monitoring von Services: Bei der Metrics API rudern die Entwickler zurück, da Metrics 2.1 eine Inkompatibilität eingeführt hatte. Die Health API ist zwar ebenfalls als aktualisiert gekennzeichnet, bringt aber auf den ersten Blick keine Neuerungen mit.

Beide APIs dienen zum Testen des Zustands von Services. Mit der Health API lässt sich testen, ob ein Dienst einwandfrei läuft, und über die Annotation @Health können Dienste eine Rest API für entsprechende Abfragen bereitstellen. Mit der Metrics-API können Dienste ihre Telemetriedaten an Softwareagenten übermitteln. Sie erweitert die Health-API, die nur feststellt, ob ein Dienst erwartungsgemäß läuft.

Der wohl ausschlaggebende Grund für das jüngste Release ist, dass in Metrics 2.1 die mit @Gauge annotierten Gauges potenzielle Inkompatibilitäten zu MicroProfile 3.0 eingeführt hatten. Breaking Changes sind nicht gestattet für Patch-Releases in Projekten, die wie MicroProfile auf Semantic Versioning setzen.

Auch wenn beide Monitoring-APIs als "Updated" gekennzeichnet sind, findet sich augenscheinlich lediglich in Metrics 2.2 eine Anpassung.

(Bild: Eclipse)

Gauges, die sich schlicht als Messinstrumente übersetzen lassen, sind die einfachste Metrik innerhalb der Metrics API. Sie verlangten mit Version 2.1 im Gegensatz zu Metrics 2.0 die Rückgabe ihre Messung als Unterklasse von java.lang.Number. Die Rücknahme dieser Änderung ist die einzige Anpassung von Metrics 2.2.

Die Health API ist zwar in MicroProfile 3.2 ebenfalls als Update gekennzeichnet, der zugehörige Text im MicroProfile-Blog ist allerdings derselbe wie für MicroProfile 3.1. Dasselbe gilt für die weiteren aufgeführten Neuerungen. Ein Blick auf die MicroProfile-Roadmap offenbart jedoch, dass die GraphQL API kurz nach der Veröffentlichung von MicroProfile 3.1 den Sprung auf 1.0 vollzogen hat. Sie ist noch nicht Bestandteil von MicroProfile 3.2, dürfte aber wohl bald die Riege der APIs ergänzen.

Die Gestalter von MicroProfile, zu denen Red Hat, IBM, Tomitribe und Payara gehören, hatten im Juni 2016 das Projekt besonders mit dem Blick auf Microservices und containerisierte Anwendungen ins Leben gerufen. MicroProfile setzt auf einen minimalen Basis-Stack, den Entwickler erweitern können und der lediglich JAX-RS (Java API for RESTful Web Services), JSON-P und CDI (Contexts and Dependency Injection) enthält. Nach dem Release von MicroProfile 1.0 fand das Projekt im Dezember 2016 eine Heimat unter dem Dach der Eclipse Foundation.

Weitere Details zu MicroProfile 3.2 lassen sich dem MicroProfile-Blogbeitrag entnehmen.

Siehe dazu auf heise Developer:

(rme)