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Edge Computing: StarlingX 3.0 wird zum Wolkenschieber

Der speziell auf Edge Computing ausgerichtete, quelloffene Cloud-Stack setzt in Version 3.0 auf eine verteilte Architektur.

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Das Team hinter dem von der OpenStack Foundation geförderten StarlingX hat Version 3.0 des Open-Source-Projekts veröffentlicht. Der Cloud-Stack ist speziell auf Edge Computing ausgelegt und hat unter anderem private Edge-Clouds im Rechenzentrum von Unternehmen und IIoT-Anwendungen (Industrial Internet of Things) im Fokus. Die Aufgabe ist die Vorverarbeitung von Daten an der Netzwerkperipherie, bevor die Edge-Cloud sie an eine zentrale Cloud weiterreicht.

Die erste Hauptversion von StarlingX war im Oktober 2018 erschienen. Das nun veröffentlichte StarlingX 3.0 bringt als große Neuerung eine verteilte Cloud-Architektur mit, die sich an der Referenzarchitektur zu dem "Distributed Control Plane"-Modell der Edge Computing Group innerhalb der OpenStack Foundation orientiert.

Das verteilte Cloud-System verbindet eine zentrale Cloud mit einer oder mehreren Sub-Clouds am Edge über ein Layer-3-Netzwerk. Erstere übernimmt die Verwaltung der Sub-Clouds am Edge. Letztere sind SarlingX-Kubernetes-Systeme beziehungsweise -Cluster und enthalten die containerisierte Anwendungen für das Edge-Computing. Sie können jeweils unterschiedliche Serverkonfigurationen wie Einzelserver, zwei redundante Server oder Cluster aufweisen.

Die eigentliche Verwaltung und das Orchestrieren der Sub-Clouds erfolgt über den System Controller in der zentralen Cloud. Administratoren können darüber unter anderem neue Sub-Clouds aufsetzen, Konfigurationen synchronisieren oder Softwareupdates einspielen.

Die von der zentralen Cloud verwalteten Sub-Clouds können unterschiedliche Serverkonfigurationen aufweisen.

(Bild: StarlingX.io)

StarlingX 3.0 hat zudem eine erste Implementierung von Time-Sensitive Networking (TSN) an Bord. Dabei handelt es sich um einige Standards der TSN Task Group, die Teil der IEEE-802.1-Arbeitsgruppe ist. Die TSN-Projekte befinden sich noch im Standardisierungsprozess und zielen vor allem auf hohe Verfügbarkeit und geringe Übertragungslatenz. Außerdem führt StarlingX ersten Support für die Beschleunigung über GPUs und FPGAs (Field Programmable Gate Array) ein.

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Weitere Details zu StarlingX 3.0 lassen sich dem StarlingX-Blog entnehmen. Die vollständige Liste der Neuerungen findet sich in den Release Notes. Die Dokumentation bietet unter anderem eine Installationsanweisung für StarlingX (rme)