GitHub für Daten: Ex-NSA-, -Amazon-, und -Google-Mitarbeiter bauen "Gretel"

Mit Gretel will ein Start-up eine Plattform bereitstellen, um sicher mit sensiblen Daten umzugehen. Bezüglich der Umsetzung gibt es noch wenig Informationen.

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(Bild: vs148/Shutterstock.com)

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Ein Team aus ehemaligen Mitarbeitern der NSA, von Amazon und Google hat mit Gretel ein neues Start-up gegründet, das ein GitHub für Daten entwickeln möchte. Viel mehr als die Idee hat das Unternehmen noch nicht vorzuweisen, laut TechCrunch konnten sie aber immerhin 3,5 Millionen US-Dollar in einer ersten Finanzierungsrunde einstreichen. Der Kontakt zur Entwickler-Community soll aber demnach in den nächsten Wochen aufgebaut werden. Einen Start der Plattform erwartet das Team im nächsten halben Jahr.

In einem Blogbeitrag auf Medium geht Alexander Watson, einer der Firmengründer und ehemaliger Amazon-Mitarbeiter, auf die Hintergründe zu Gretel ein. Ihm zufolge haben Unternehmen und Entwickler Schwierigkeiten, "sicher" sensible Daten zu teilen und daran zusammenzuarbeiten. Gretel soll dabei in Echtzeit arbeiten und die Sicherheit der Daten garantieren, indem es eine anonymisierte "synthetische Version" der Daten erstellt. Die Plattform soll Machine Learning nutzen, um die Privacy-Bestimmungen umzusetzen. Durch die Integration des Datenschutzes in die Entwickler-Workflows will Gretel den sicheren Zugriff auf Daten innerhalb von Sekunden nach ihrer Erstellung ermöglichen.

Genaue Details zu der technischen Umsetzung liefert das Unternehmen noch nicht. In den kommenden Wochen sollen aber Forschungsergebnisse und Quellcode vorgestellt werden. Der Plan des Projekts ist es, ein Open-Source-Produkt bereitzustellen. Ein GitHub-Repository existiert bereits, es ist aber noch komplett leer. (bbo)