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Elastic Stack 7.0 verbessert die Cluster-Koordination

Neben dem neuen Cluster-Koordinationstool Zen2 gibt es Optimierungen der Suchergebnisse in Eleasticsearch, und Kibana hat ein neues Design.

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Lediglich zwei Wochen nach der Freigabe von Version 6.7 ist nun mit Eleastic Stack 7.0 die nächste Hauptversion der Open-Source-Werkzeuge zur Datenanalyse erschienen. Die größten Neuerungen finden sich in der Search-Engine Eleasticsearch und dem Visualisierungstool Kibana. Parallel zu den quelloffenen Tools hat Elastic die Software as a Service (SaaS) Elastic Cloud Enterprise auf Version 2.2 aktualisiert.

Eleasticsearch hat im aktuellen Release mit Zen2 ein neues Werkzeug zur Cluster-Koordination an Bord. Das Tool ist für das reibungslose Zusammenspiel der Cluster-Knoten und deren optimale Auslastung verantwortlich. Es entscheidet zudem, welcher Knoten die Master-Rolle übernimmt. Der neue Cluster-Koordinator bestimmt unter anderem selbsttätig die Zahl der potenziellen Master-Knoten (Master Eligible Nodes), die mehrheitlich einen neuen Master bestimmen oder einen Cluster-Status festlegen können. Damit entfällt die Einstellung discovery.zen.minimum_master_nodes.

Für die meisten Suchanfragen ist eine schnelle Anzeige der passendsten Treffer wichtiger als eine möglichst hohe Gesamtzahl an Ergebnissen. Elasticsearch 7 setzt dafür nun ebenso wie Lucene 8.0 auf den Algorithmus WAND (Weak AND), der wohl deutlich performanter die Top-Ergebnisse ermittelt als der bisher verwendete MAXSCORE-Algorithmus.

Neu sind zudem sogenannte Interval Queries, mit denen sich Wörter oder Phrasen finden lassen, die einen festen Abstand voneinander haben, was unter anderem für die Suche nach Patenten relevant sein kann. Interval Queries lassen sich einfacher definieren und sollen wohl in einigen Fällen zuverlässiger arbeiten als Span Queries.

Das Visualisierungswerkzeug Kibana hat in Version 7 eine schlankere Oberfläche. Grundlage dafür ist das neue Elastic UI Framework, auf das nun die meisten Komponenten von Kibana setzen. Auf der Oberfläche ist die offensichtlichste Neuerung die globale Navigation, mit der Nutzer unter anderem zwischen Kibana-Spaces wechseln oder Passwörter ändern können.

Außerdem war wohl ein breiter Wunsch in der Community, dass Kibana ein Dark Theme bekommt, das nun ebenso umgesetzt ist wie das responsive Design. Letzteres sehen die Macher als ersten Schritt zur Verbesserung von Kibana für den Einsatz auf mobilen Endgeräten.

Kibana 7 hat einen Dark Mode und ein responsive Design.

(Bild: Elastic)

Bei den weiteren Komponenten des Elastic Stack ist erwähnenswert, dass das Tool zum Übertragen von Daten Beats nun standardmäßig Inhalte im Anfang 2019 vorgestellten Elastic Common Schema-Format (ECS) erzeugt. Die Datenverarbeitungspipeline Logstash setzt nun standardmäßig auf Java.

Weitere Neuerungen im Elastic Stack 7.0 lassen sich dem Elastic-Blog entnehmen. Die Module der Open-Source-Software stehen ebenso auf der Download-Seite zur Verfügung wie Plug-ins und JDBC- sowie ODBC-Treiber. (rme)