Elixir 1.10 mit Compiler-Tracing und Release-Verbesserungen erschienen

Das neue Release erscheint rund ein halbes Jahr nach dem Vorgänger Elixir 1.9 und baut größtenteils auf den dort eingezogenen Neuerungen auf.

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Die Programmiersprache Elixir ist in Version 1.10 erschienen. Etliche Features wie das Konfigurationssystem und die Sortier-APIs wurden in der neuen Version wohl überarbeitet, verlangt wird allerdings auch, dass Nutzer mindestens Erlang/OTP 21 inklusive neuem Logger installiert haben müssen. Der sich daraus ergebende Vorteil liegt anscheinend darin, dass man mit Erlang und Elixir gemeinsam Logger-Level, Logger-Metadaten sowie alle Log-Nachrichten nutzen kann.

Mit Elixir 1.9 wurden sogenannte Releases als Mechanismus zum Paketieren von Self-contained-Anwendungen eingeführt. Hieran wurde auch bei Elixir 1.10 gearbeitet, mit der Folge, dass es einige Verbesserungen bei den Releases gegeben hat. So ist es nun möglich, das Dual-Boot-Systems von Releases in Umgebungen zu deaktivieren, die abhängig von der Bootzeit sind, zum Beispiel eingebettete Geräte. Hinzugekommen sind in dem Kontext Overlays, die die Aufnahme zusätzlicher Dateien erleichtern sollen. Möglich ist schließlich die vollständige Deaktivierung von RELEASE_DISTRIBUTION.

Neu ist auch das Compiler-Tracing, durch das sich Events untersuchen lassen, während sie der Compiler ausgibt. Die neue Funktionalität soll Benutzern mehr Kontrolle über gespeicherte Informationen geben und zugleich ermöglichen, Warnungen auf der Seite des Aufrufs und nicht in der Gesamtkonfiguration des Projekts zu deaktivieren.

Des Weiteren enthält Elixir nun das Test-Framework ExUnit, das sich in gleichzeitigen Tests und zum Vergleichen von Datenstrukturen gegen ein Pattern zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit verwenden lässt.

Weitere Informationen zum neuen Release erhält man im Blogbeitrag.

Elixir ist eine funktionale Programmiersprache, deren Schwerpunkt im Erstellen skalierbarer, robuster und nebenläufiger Programme liegt. Sie nutzt die über Jahrzehnte hinweg erprobte und weiterentwickelte Erlang-VM, denn der Elixir-Compiler erzeugt Erlang-kompatiblen Bytecode. Die grundlegende Syntax ist an Ruby angelehnt und lässt sich über Makros erweitern. Obwohl Elixir noch verhältnismäßig jung ist – 2014 erschien Versionsnummer 1.0 – gibt es eine umfangreiche Tool-Unterstützung, ein ausreichend großes Ökosystem an Bibliotheken und eine hilfsbereite, offene und aktive Community. Die Entwicklung erfolgt auf GitHub, wo Elixir unter der Apache License 2.0 zu finden ist.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)