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Ember 3.15: Octane ist endlich fertig

Unter dem Namen "Octane" hat das Team hinter dem JavaScript-Framework Ember eine neue Edition vorgestellt, die das Framework modernisieren soll.

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Das JavaScript-Framework Ember und die dazugehörigen Bestandteile Ember.js, Ember Data und Ember CLI sind in Version 3.15 erschienen. Wichtiger als der übliche Versionssprung ist aber das damit verbundene Release der Ember-Edition Octane, die zeitgemäße Features wie ECMAScript-Klassen, Decorator, ein State-Management mit getrackten Propertys und eine Component-API auf Basis von Glimmer einführt. Das Ember-Team will damit eine neue Zukunft für die Framework-Entwicklung beginnen.

Der Wechsel hin zu Octane ist schon lange geplant: Bereits 2018 hatten die Entwickler das Konzept der Editionen vorgestellt, bei dem eine Edition des Frameworks neue Konzepte und Funktionsweisen einführen soll. Konkrete Pläne zu Octane gab es dann mit dem Release von Ember 3.12, Ursprünglich war ein Octane-Release schon mit Ember 3.14 geplant, die jedoch wegen Problemen in der Integration den Wechsel zu Octane als neuen Standard noch einmal verschob.

Mit Ember 3.15 gilt Octane nun jedoch als einsatzbereit. Wer mit ember new eine neue Applikation anlegt, erstellt automatisch eine Octane-App.Damit können Entwickler unter anderem auf ein neues Komponentensystem zurückgreifen, das sich von klassischen Komponenten auf Basis einer JavaScript-Microsyntax verabschiedet und nun auf Glimmer-Komponenten setzt. Sie erlauben es Entwicklern, das Root-Element wie jedes andere Element zu behandeln, was das Komponentenmodell stark vereinfachen soll. Anwender brauchen nun keine zweite API, um mit dem Root-Element einer Komponente zu arbeiten.

Darüber hinaus bietet Octane mit Event-Modifiers eine neue Möglichkeit, wiederverwendbares DOM-Verhalten unabhängig von Komponenten zu erstellen. Bislang dienten dazu Mixins, die aber unter anderem zu Namenskonflikten führen konnten. Um einen Modifier zu schreiben, genügt prinzipiell eine Funktion, die das Element annimmt und etwas damit tut.

Das Ember-Team hat außerdem das reaktive Modell des Frameworks grundlegend überarbeitet. In vorherigen Ember-Versionen konnten Entwickler reaktive Propertys mit set mutieren, unter der Voraussetzungen das alle Berechnungen als computed Propertys beschrieben sind. Das machte es jedoch schwierig, sie in kleinere Funktionen aufzubrechen.

In Octane nutzen Entwickler nun eine normale JavaScript-Klasse und können via @tracked alle Felder annotieren, die das DOM beeinflussen können. Dadurch müssen Nutzer das nicht für Getter oder Funktionen tun und der Code lässt sich beliebig aufbrechen.

Einen vollständigen Überblick zu den Änderungen von Octane bietet ein Blogbeitrag des Ember-Teams. Wer mehr Details zu den Änderungen bei den einzelnen Ember-Bestandteilen lesen möchte, ist mit der offiziellen Release-Meldung gut beraten. (bbo)