Entwicklerplattform GitLab 12.10 ebnet den Weg für Jira-Integration

Die Minor-Version unterstützt die JSON-Web-Token-Authentifizierung. Entwickler können damit vertrauliche Daten einfacher aus HashiCorp Vault übergeben.

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(Bild: sommart sombutwanitkul/Shutterstock.com)

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Mit dem Abstand von einem Monat ist das nächste Release für die Versionsverwaltungsplattform erschienen: GitLab 12.10 ebnet den Weg für die Integration von Jira in die Versionsverwaltungsplattform und erleichtert das Deployen auf AWS durch vordefinierte Schlüsselvariablen.

Damit Entwickler Credentials oder andere vertrauliche Daten einfacher aus HashiCorp Vault für CI/CD-Aufträge bereitstellen können, ohne sie manuell als Variable übergeben zu müssen, bietet GitLab 12.10 nun Unterstützung für einfache JSON-Web-Token-Authentifizierung.

Die Arbeit an mehreren Epcis über Gruppen und Projekte hinweg, gestaltete sich bisher eher schwierig. Mit der neuesten Version können Entwickler über den Status einzelner Probleme und Epics berichten, indem rote, gelbe oder grüne Label in einem Epic-Baum vergeben werden. Rot steht für "At risk", Gelb für "Needs attention" und Grün zeigt den Zustand "On track" an. Diese neue Funktion bietet Entwicklern eine bessere Übersicht über den Stand einzelner Projekte, wie das folgende Bild aus der Release Note veranschaulicht:

Jira Issues lassen sich nach dem Update der Versionsverwaltungsplattform über einen eigenen Minimally Viable Change (MVC) automatisch in GitLab importieren. Bislang ließ sich Jira lediglich über den CSV-Importer oder durch manuelles Verschieben des Migrationsprogramms in GitLab importieren. Nutzer klicken nach der Integration von Jira in das eigene GitLab-Projekt auf das Importsymbol in der Themenliste des Projektes und wählen Import From Jira.

Wer auf AWS deployen möchte, kann dies nun über die vordefinierten Variablen AWS_ACCESS_KEY_ID, AWS_SECRET_ACCESS_KEY und AWS_DEFAULT_REGION erledigen. Sie finden sich in der Schlüsselliste der Umgebungsvariablen.

GitLab 12.10 etabliert eine eigene Kategorie für das Anforderungsmanagement. Benutzer können Anforderungen aus GitLab heraus auf Projektebene erstellen und anzeigen. Die Nutzung externer Tools für das Anforderungsmanagement ist damit nicht notwendig. Das Entwicklerteam hinter GitLab hat zudem den Nachweis von Projekt- und Release-Compliance überarbeitet. Die Verwendung von Skripten zum Vergleich von Release-Nachweisen über längere Zeit entfällt. Ein neu eingeführtes Label ermöglicht es Unternehmen, zu zeigen, dass ein bestimmtes Projekt gewisse Compliance-Anforderungen einhalten muss. Unternehmen können derartige Projekte kennzeichnen, indem über die Projekt-Settings im Abschnitt General aus dem Drop-down-Menü ein Compliance Framework ausgewählt wird.

Zuletzt war GitLab 12.9 erschienen. In diesem Release ging es hauptsächlich um eine Integration von HashiCorps Open-Source-Werkzeug Vault. Nähere Informationen zur aktuellen Version finden sich in der Release Note. (mdo)