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Entwicklungs-Framework: Flutter 1.7 liefert Support für AndroidX

Apps mit Android X erstellen, Android App Bundles nutzen, neue Widgets: Das Framework Flutter bringt in Version 1.7 einige Neuerungen für Mobilentwickler.

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Google hat Version 1.7 des Entwicklungs-Frameworks Flutter veröffentlicht. Das ursprünglich für die Entwicklung mobiler Applikationen für Android und iOS ausgelegte Projekt bietet in der neuen Ausgabe vorrangig einen Support für die Bibliothek AndroidX, erweitert aber auch die Möglichkeiten im Bezug auf 64-Bit-Versionen von Android-Applikationen. Außerdem gibt es neue Kontrollmöglichkeiten für ein Slider-Widget auf Android und iOS.

Der Internetriese hatte im September 2018 AndroidX erstmals in einem stabilen Release vorgestellt. Die Bibliothek gilt als Nachfolger der Android Support Library. Ein Umstellen von Flutter war daher nur eine Frage der Zeit. Viele Flutter-Pakete sind bereits umgezogen, nun können Entwickler aber auch neue Flutter-Projekte mit der Library anlegen. Das soll die Integration in das bestehende Android-Ökosystem vereinfachen.

Beim Erstellen eines Flutter-Projekts stellt die Flag --androidx sicher, dass die Applikation auf die neue Bibliothek abzielt. Wer bestehende Apps auf AndroidX umziehen möchte, findet in der Dokumentation von Flutter weitere Informationen.

Ab dem 1. August 2019 müssen Android-Applikationen die auf Android 9 abzielen, eine zusätzliche 64-Bit-Version im Google Play Store bereitstellen. Mit Flutter kann man diese zwar schon länger erstellen, Version 1.7 unterstützt aber nun Android App Bundles, die aus einer einzigen Submission auf beide App-Varianten, also 32- und 64-Bit, abzielen können.

Das Flutter-Team ergänzt relativ regelmäßig Widgets für Android und iOS. Das Release 1.7 verfügt nun über eine Kontrolle für RangeSlider, sodass Entwickler bei einem Slider eine Reichweite an Werten festlegen können. Außerdem hat das SnackBar-Widget dank einer Material Spec einen neuen Anstrich bekommen. Zusätzlich gibt es wohl auch Verbesserungen bei der Textauswahl und -bearbeitung auf iOS-Geräten

Einen Überblick über die Neuerungen in Flutter 1.7 bietet ein Eintrag im Flutter-Blog. Insgesamt haben die Entwickler in den letzten zwei Monaten über 1250 Issues geschlossen. Aufgrund der steigenden Popularität käme es zu einer immer höheren Anzahl an Issues – das Team wolle versuchen, das Personal in nächster Zeit aufzustocken, um die Anzahl der offenen Issues klein zu halten.

Flutter hatte vor allem im Rahmen der diesjährigen Google I/O für Aufmerksamkeit gesorgt, da es sich mit Desktop- und Webvarianten weg von einem reinen Mobile-Framework hin zu einem Cross-Plattform-Projekt entwickeln soll. Beide Varianten befinden sich aber nach wie vor im Status einer Technical Preview und gelten damit nicht als reif für den Einsatz in der Produktion. Der Übersichtsseite der Desktopvarianten zufolge ist wohl die macOS-Version am weitesten fortgeschritten, was wohl den Ähnlichkeiten zu iOS geschuldet sei. Das GitHub-Repository zu Flutter for Web verzeichnet den letzten Commit am 6. Juli: Die Arbeiten laufen also noch, ein Datum für ein produktionsreifes Release steht allerdings noch nicht fest. (bbo)