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Entwicklungsframework: Microsoft hält Portierung auf .NET Core für abgeschlossen

Vergleicht man die Gesamtzahl der APIs, übernimmt .NET Core etwa 80 Prozent der API-Oberfläche des .NET Framework.

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Die wichtigsten APIs des traditionelle .NET Framework sind nun offenbar alle auf .NET Core 3.0 portiert, dem Open-Source-Nachfolger von Microsofts Entwicklungsframework. Das erfolgt allerdings mit der Einschränkung, dass Programm Manager Immo Landwerth nur von einem Transfer von alledem spricht, was für "moderne Workloads" benötigt werde, seien es Desktop-, mobile oder Konsolenanwendungen, Websites oder Cloud-Services.

Landwerth beschreibt den Prozess von .NET Core hin zur aktuellen Version wie folgt: ".NET Core 1.0 ist mit einem sehr minimalen API-Set an den Start gegangen, das nur circa 18.000 der .NET-Framework-APIs enthielt. Mit .NET Standard 2.0 haben wir versucht, den Code zwischen .NET Framework, .NET Core und Xamarin zu teilen, was dazu führte, dass etwa 38.000 .NET-Frameworks-APIs in .NET Core 2.0 landeten. Wir haben auch das Windows Compatibility Pack entwickelt, das weitere 21.000 .NET-Framework-APIs für .NET Core ermöglichte, was zu fast 60.000 zusätzlichen APIs führte. Und in .NET Core 3.0 haben wir WPF und WinForms hinzugefügt, was die Anzahl der auf .NET Core portierten .NET-Framework-APIs auf über 120.000 erhöht hat, was mehr als die Hälfte aller .NET-Framework-APIs ausmacht."

Vergleiche man die Gesamtzahl der APIs, nehme .NET Core etwa 80 Prozent der API-Oberfläche des .NET Framework ein, so Landwerth. Nicht in .NET Core werden AppDomains, Remoting, Web Forms, WCF-Server und Windows Workflow landen. Das hatte Microsoft auf der Build 2019 bekannt gegeben. Dafür hatte das Unternehmen ganz klar signalisiert, dass die Zukunft von .NET bei .NET Core liegen werde. Die derzeitigen Entwicklungen werden irgendwann in .NET 5 aufgehen, so die Marschrichtung der Redmonder. Mit dem traditionellen .NET Framework entwickelte Anwendungen, aktuell ist die Version 4.8, wird Microsoft aber wohl noch lange unterstützen.

Nicht mehr unterstützte Komponenten will Microsoft unter der MIT-Lizenz bereitstellen, sodass es zumindest die Möglichkeit gibt, dass eine Community deren Weiterentwicklung vorantreiben könnte.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)