Entwicklungsumgebung: CLion 2020.1 umgarnt Embedded-Entwickler

Entwickler können via Mousover einen schnellen Blick in die Dokumentation werfen. Außerdem unterstützt die IDE unter Windows clang-cl ab Version 8.0.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen

(Bild: Carlo Toffolo/Shutterstock.com)

Von

Nach der Aktualisierung ihrer Tools wie IntelliJ IDEA und PhpStorm hat JetBrains nun auch CLion finalisiert. Version 2020.1 der Entwicklungsumgebung für C und C++ hält Neuerung für die Embedded Entwicklung und die Arbeit unter Windows bereit.

Für die Embedded-Entwicklung hat JetBrains der IDE ein Plug-in für das Ökosystem PlatformIO hinzugefügt. Entwicklern steht somit ein neuer PlatformIO-Projekttyp im Projektassistenten zur Verfügung. Mit dem intergrierten Plug-in ist das Debuggen in CLIO mit dem PIO Unified Debugger direkt auf dem Chip möglich. Nähere Informationen dazu finden sich in der offiziellen Dokumentation zu CLion.

Embedded-Entwickler, die den IAR-Compiler – genauer gesagt die Toolchain des schwedischen Softwareunternehmens IAR – in Embedded-Projekten nutzen, müssen mit CLion 2020.1 die IDE nicht verlassen. Mit dem Update soll keine Fehlermeldung bei der Erfassung von Compilerinformationen ausgegeben werden, sodass CLion die IAR-Toolchain direkt verwenden und laden kann. Dafür ist MinGW erforderlich.

JetBrains hat der IDE zudem Support für CUDA hinzugefügt. Code, der in CUDA C und C++ geschrieben ist sowie die CUDA-spezifischen Erweiterungen analysiert das aktuelle Release und bietet passende Syntaxherorhebung. Das Navigieren und Dokumentieren im CUDA-Code funktioniert nun auch in CLion. Bei Kernel-Aufrufen fügt die IDE automatisch spitze Klammern hinzu.

Neben den genannten Neuerungen bietet zudem der Projektassistent eine neue Option zum Anlegen von CUDA-Projekten, -Librarys oder ausführbaren Dateien. Die IDE generiert automatisch exemplarische CMakeLists.txt sowie main.ui-Dateien. Das folgende Bild ist den Release Notes entnommen und dient der Veranschaulichung:

Mit der aktuellen Version der IDE wird der von JetBrains entwickelte LLDB-basierte Debugger für die Visual-Studio-C++-Toolchain zum neuen Standard-Debugger. Er steht gleich nach der Installation zur Verfügung und erfordert die separate Aktivierung der integrierten Unterstützung für native Visualisierer unter Settings | Build, Execution, Deployment | Debugger Data Views | Enable NatVis renderers for LLDB.

Entwickler können via Mousover schneller auf die Dokumentation zugreifen, um Informationen zu Funktionssignaturen, abgeleiteten Typen und Makrosetzung abzurufen. Via Show quick documentation on mouse move unter Settings | Editor | Code Editin in den Einstellungen lässt sich die neue Funktion steuern. Das folgende Beispiel stammt aus der Release Note:

Informationen zu weiteren Features finden sich in der Release Note. Die aktuelle Version der IDE steht 30 Tage kostenlos zum Testen bereit. CLion 2020.1 kann über die offizielle Webseite sowie über die JetBrains Toolbox App heruntergeladen. (mdo)